Streit um Fluglärm geht in nächste Runde Meller Kläger muss Kosten für Sachverständigen vorstrecken

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Vom Segelflugplatz aus starten immer wieder auch Motorflugzeuge. Archivfoto: Martin DoveVom Segelflugplatz aus starten immer wieder auch Motorflugzeuge. Archivfoto: Martin Dove

Melle. Der Streit um den Fluglärm am Flugplatz Melle geht in die nächste Runde. Nach der gescheiterten Mediation und der Klage vor der Zivilkammer des Landgerichts Osnabrück, muss nun wohl der Kläger für die Kosten eines noch zu erstellenden Gutachtens aufkommen.

Das geht aus einem Beweisbeschluss hervor, der beiden Parteien vom Landgericht nach der Verhandlung vom 8. Februar zugestellt wurde.

„Es soll noch ein Gutachten eingeholt werden“, erklärt Bernd Dammeyer als Vorsitzender des Meller Segelfliegerclubs. Nach seiner Auffassung gäben die bisherigen Erkenntnisse bei den Fliegern keinen Anlass zur Besorgnis: „Die Beweise sind weit hergeholt“, sagt Dammeyer.

Der Kläger, Anwohner des in der weiteren Nachbarschaft liegenden Tulpenwegs, hatte behauptet, dass die Flugzeuge beim An- und Abflug auf ihren Platzrunden die Mindestflughöhen wiederholt nicht eingehalten hätte. „Sie fliegen zu tief, teilweise mit weniger als 150 Metern Höhe“, hatte der Altenmeller im Juli 2017 vor dem Landgericht ausgesagt.

„Ich gebe ja zu, dass wir nicht leise sind, aber die Flughöhe von 300 Metern haben wir nicht unterschritten. Das haben wir eindeutig bewiesen“, entgegnet Dammeyer. Das Flugverhalten sei zudem nach der ersten Berichterstattung im Meller Kreisblatt am 14. Juli 2017 deutlich besser geworden.

Das kann der Kläger nicht bestätigen. „Es hat sich nichts geändert“, lautet die Aussage des Hauptkommissars im Ruhestand. Er beabsichtige daher, die nächste Runde im Prozess durch die geforderte Vorstreckung der Kosten für den Sachverständigen einzuläuten. Dabei werden lediglich vom Kläger angezeigte, absolvierte Flüge untersucht. Sollte der beklagte Segelfliegerclub keine „berechtigten Bedenken“ anmelden, dürfte das nächste Kapitel der bereits drei Jahre andauernden Streitigkeiten in Kürze geschrieben werden.


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