Gebäude in Flammenform an A 30 Rokossa will Stiftung „Fuego“ gründen

Im Spartherm-Schulungsgebäude: Der niedersächsische Umweltminister Olaf Lies, Stiftungsgründer Gerhard Manfred Rokossa, Landrat Michael Lübbersmann und der Meller Bürgermeister Reinhard Scholz (von links) Foto: WIGOS / Kimberly LübbersmannIm Spartherm-Schulungsgebäude: Der niedersächsische Umweltminister Olaf Lies, Stiftungsgründer Gerhard Manfred Rokossa, Landrat Michael Lübbersmann und der Meller Bürgermeister Reinhard Scholz (von links) Foto: WIGOS / Kimberly Lübbersmann

pm Melle. Gerhard Manfred Rokossa hat die Firma Spartherm zu einen europaweit führenden Hersteller moderner Feuerungstechnik entwickelt. Nun will er die Stiftung „Fuego – Feuer im Osnabrücker Land“ gründen. Rokossa stellte seine Pläne jetzt dem niedersächsischen Umweltminister Olaf Lies, Landrat Michael Lübbersmann und Bürgermeister Reinhard Scholz vor und warb gleichzeitig um Unterstützung.

„Fuego“ soll für Forschung, Unterhaltung, Entwicklung und gewerbliche Bildung im Osnabrücker Land stehen. Stiftungszweck ist die Förderung umweltfreundlicher und effizienter individueller Energieerzeugung und Energienutzung.

„Der zukünftige Innovationsbedarf im Zusammenspiel mit hoher Anwendungsorientierung lässt sich nur durch eine zielgerichtete Ingenieursausbildung gewährleisten“, ist Rokossa überzeugt. Entscheidend für die Zukunftsfähigkeit der Branche sei außerdem Nachwuchsförderung auf hohem Niveau und die Qualifizierung im Handwerk. . „Mit diesem Schritt möchte ich sicherstellen, dass die Arbeitsplätze am Standort Melle auch weiterhin erhalten bleiben und noch möglichst viele Generationen vom Know-how und der Gestaltungskraft rund um die Feuerungstechnik profitieren,“ sagte Rokossa.

In Flammenform

Realisiert werden sollen diese Aufgaben in einem Gebäude, das auf dem Spartherm-Gelände an der A 30 neu entstehen soll. Das spektakuläre Glasobjekt in Ellipsenform ist einer Flamme nachempfunden und soll auch optisch den Stiftungsgedanken in Szene setzen. Hier ist unter anderem ein Ausbildungs- und Schulungsbetrieb geplant, der über Stipendien sowohl Ingenieure als auch Handwerker in allen Belangen des Feuerstättenbetriebes qualifiziert.

Rokossa schwebt zudem eine eine rechtlich selbstständige Einrichtung mit Anbindung an eine Hochschule vor. „Doch ich brauche noch Unterstützung“, betonte er vor seinen Gästen.

Minister will helfen

Lies, Lübbersmann und Scholz zeigten sich von den Plänen sehr angetan. „Das ist ein Projekt mit ganz breiter Ausstrahlung“, erklärte der Minister. Er wolle gern dabei helfen, das Vorhaben mit Leben zu füllen. Dazu werde er auch versuchen, Wissenschaftsminister Björn Thümler zu gewinnen, der den Kontakt zu den Hochschulen herstellen könne. Lübbersmann bot an, ein Gespräch mit möglichen Partnern zu organisieren: Er nannte unter anderem die Wirtschaftskammern, Unternehmensvertreter und die Hoch- und Berufsschulen. Scholz wiederum konnte sich ebenso wie der Landrat auch gut eine Kooperation mit der Meller Berufsakademie Holztechnik vorstellen. „Wir werden alle Möglichkeiten ausloten“, versprachen die Politiker.

Spartherm produziert mit über 1000 Mitarbeitern jedes Jahr rund 50.000 Kaminöfen und Brennzellen. Der Jahresumsatz liegt bei über 60 Millionen Euro.