Ortsratssitzung mit Diskussionsstoff Erweiterung des Gewerbegebietes in Melle-Oldendorf?

Von Conny Rutsch

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Im DRK-Kindergarten in Oldendorf herrscht akuter Sanierungsstau. Archivfoto: Christina WiesmannIm DRK-Kindergarten in Oldendorf herrscht akuter Sanierungsstau. Archivfoto: Christina Wiesmann

Oldendorf. Nach den üblichen Regularien gab ein Thema viel Diskussionsstoff in der Ortsratssitzung Oldendorf im Gasthaus Hubertus am Donnerstagabend. Soll das Gewerbegebiet in der Oldendorfer Heide erweitert werden?

Mittels Karten und einem kurzen Vortrag führte Rainer Mallon vom Meller Bauamt in das Thema ein. „Das gesamte Meller Stadtgebiet hat zwei Hektar freie Gewerbeflächen zur Verfügung“, erklärte er. Es müssten neue Flächen ausgewiesen werden. Vorbereitend würden vorhandene Gewerbeflächen auf eine Erweiterung untersucht.

Nach seinen Worten wird zunächst eine artenrechtliche Beurteilung durch ein externes Büro vorgenommen. Dazu werden vor allem Tiere wie Kiebitze, Feldlerche, auch Störche und Kröten gezählt und deren Bestand ausgewertet. „Solche Untersuchungsgebiete werden in Zusammenarbeit mit dem Umweltbüro festgelegt“, sagte Rainer Mallon. Auch die Euer Heide werde ein solches Gebiet werden.

Die Grünen halten Erweiterung des Gewerbegebietes für bedenklich

George Trenker, Die Grünen, hält eine Erweiterung des Gewerbegebietes für bedenklich, da die Ortsteile Oldendorf, Westerhausen, Föckinghausen dann an einem weiteren Zusammenwachsen gehindert würden. „Niemand möchte an einem Gewerbegebiet wohnen, und auch landwirtschaftlich genutzte Flächen gehen verloren“, sagte er. Auch Anna-Margaretha Stascheit, Die Grünen, hält es für wichtig, dass die landwirtschaftliche Prägung des Ortes erhalten bleibt und sieht keinen Sinn in solch teuren Untersuchungen. Falk Landmeyer, UWG, ist gegen eine weitere Versiegelung von Flächen. Ingo Weinert, CDU, dagegen hält Gewerbegebiete in der Nähe von Siedlungen für durchaus nichts Schlechtes. Arbeitsplätze würden geschaffen und der Zuzug von Bürgern unterstützt. Laut Rainer Mallon liegen erste Ergebnisse der Auswertung Ende des Jahres vor. Eine Abstimmung im Ortsrat über die Aufstellung des Plans gab mit fünf Pro-, fünf Antistimmen und drei Enthaltungen kein Ergebnis, sodass die Diskussion weitergehen wird.

Notizen aus der Sitzung:

Ortsbürgermeisterin Karin Kattner-Tschorn, SPD, berichtet, dass der Ortsrat zwecks einer neuen Bebauung der Osnabrücker Straße Nr. 114 im Gespräch mit der Stadt Melle ist.

Die Nutzung der Oldendorfer Turnhalle ist wieder uneingeschränkt möglich.

Für die Turnhalle Westerhausen ist nach erfolglosen Nachbesserungen gegen den Wassereintritt durchs Dach ein externes Büro mit der Erstellung eines Sanierungskonzepts beauftragt worden.

Feuerwehrhaus Oldendorf:

Aktuell befinden sich zahlreiche Gewerke in der Ausschreibungsphase, so dass Firmen derzeit Angebote abgeben können.

Kindergarten Oldendorf:

Die Sanierung der Heizung nach der Heizperiode ist für das Frühjahr 2018 vorgesehen.

Altes Sägewerk:

Es liegt noch keine Förderzusage für den ILEK-Antrag vor. Private Anträge für eine ILEK-Förderung können noch bis zum 30.6.2018 abgegeben werden.

Die Ehrung des Ehrenbürgermeisters Peter Bungard findet am 7.3.2018 im Forum in Melle statt.

Bis zum 20.2.2018 können Anmeldungen für die Müllsammelaktion im Bürgerbüro abgegeben werden.

Die Einladung für eine Besichtigung zum Verschönern des Friedensgartens in Oldendorf wird den Anwohnern per Post zugestellt. Und auch eine Bereisung der Spielplätze ist vorgesehen.

Der Plan für einen Lückenschluss Breitbandausbau wird voraussichtlich erst Ende des Jahres 2018 fertiggestellt.

Die Vereine MGV Oldendorf, MGV Oberholsten-Niederholsten und der Tierschutzverein Westerhausen, die sich ehrenamtlich um die Pflege der drei örtlichen Ehrenmäler kümmern, erhalten nach einstimmigem Beschluss je 100 Euro mehr an Aufwandsentschädigung.

Der Beschluss für den Deckenerneuerungsplan wird auf die nächste Ortsratssitzung am 26.4.2018 im Heimathaus Westerhausen verschoben.


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