Heimatverein zieht Jahresbilanz Historische Meller Tafel erhält Ehrenplatz in Buer

Von pm

Freuen sich über das historische Exponat: Die Vorstandsmitglieder Norbert Craney, Egon Claus, Andrea Huning-Hintze, Dieter Huntebrinker, Peter Bahr, Dieter Horst und Jürgen Krämer (von links). Foto: Axel FriederichsFreuen sich über das historische Exponat: Die Vorstandsmitglieder Norbert Craney, Egon Claus, Andrea Huning-Hintze, Dieter Huntebrinker, Peter Bahr, Dieter Horst und Jürgen Krämer (von links). Foto: Axel Friederichs

Melle. Ein Schild des früheren Kreises Melle ziert künftig das Heimathaus Osnabrücker Tor in Buer. Rolf-Erich und Gerd Wandhoff, die Söhne des früheren Oberkreisdirektors Rolf Wandhoff, hatten die Tafel vor knapp drei Jahren der Stadt Melle übergeben, die das historische Exponat jetzt dem Heimat- und Verschönerungsverein Buer als Dauerleihgabe zur Verfügung stellte.

Darüber herrschte große Freude während der Mitgliederversammlung, die in diesen Tagen im Hotel „Bueraner Hof“ in Buer stattfand.

Rolf Wandhoff, in der Zeit von 1958 bis 1968 Oberkreisdirektor des damaligen Kreises Melle, gilt als einer der Baumeister der heutigen Stadt Melle. Der Verwaltungsbeamte, der in der Zeit von 1968 bis 1976 als Oberkreisdirektor des Kreises Gifhorn tätig war und von 1976 bis 1981 als Regierungspräsident des Regierungsbezirks Lüneburg wirkte, hatte die Hinweistafel im Jahre 1972 zusammen mit einem Freund im Huntetal – an der Nahtstelle der damals noch existenten Landkreise Melle und Wittlage – gesichert.

Freude bei den Heimatfreunden

Später zierte dieses Schild über viele Jahre hinweg am Zugang zum Wandhoff’schen Hause am Wallgarten in Melle-Mitte. Die Bueraner Heimatfreunde freuen sich darüber, dass die Tafel jetzt in das Kirchspiel Buer zurückgekehrt ist, wo es nun einen Ehrenplatz erhalten soll.

In seinem Rechenschaftsbericht wies Vorsitzender Dieter Huntebrinker darauf hin, dass der Heimat- und Verschönerungsverein Buer im Jahre 2017 auf zahlreiche Aktivitäten zurückblicken kann. Als Beispiele nannte er zum einen die Ausrichtung des sechsten Meller Wandertages, zum anderen die Begleitung des Projektes „Dorfglocke Hustädte“, das im vergangenen Jahr erfolgreich zum Abschluss gebracht werden konnte.

Vortragsabende

In bewährter Weise habe der Verein im abgelaufenen Jahr Vortragsabende zu Themen unterschiedlichster Art veranstaltet, erläuterte der Redner. Neben diesen Veranstaltungen hätten auch die monatlichen Wanderungen positiven Anklang gefunden. Auch die Ortsführungen seien auf eine gute Resonanz gestoßen. Um insbesondere auch Schülern Heimatgeschichte zu vermitteln, habe sich das vor zwei Jahren errichtete Denkmal „Die Kirchhofsburg in der Vogtei Buer“ bewährt. „Es ist ein schönes Anschauungsobjekt, mit dem sich ein wichtiger Teil unserer Ortshistorie buchstäblich vor Augen führen lässt“, betonte Huntebrinker.

Einen Überblick über die Finanzlage des Vereins gab Schatzmeister Peter Bahr. Die Entlastung des Vorstandes erfolgte einstimmig. Das Führungsgremium setzt sich wie folgt zusammen:

Vorstand wiedergewählt

Vorsitzender: Dieter Huntebrinker; stellvertretender Vorsitzender: Dieter Horst, Schatzmeister: Peter Bahr, Vorstandsmitglied für Medien- und Öffentlichkeitsarbeit: Jürgen Krämer; Wegewart: Norbert Craney, Wanderwarte: Egon Claus und Walter Heermann; Beauftragte für den Klimaturm: Andrea Huning-Hintze und Lars Ewering, Jugend- und Naturwart: Eric Heemann. Im Anschluss an die Regularien hielten Bert Wiegel und Hans-Otto Pollmann einen Vortrag zum Thema „Eine Zeitreise durch die Vergangenheit – Archäologische Zeugnisse durch neueste Luftbildaufnahmen aus der Region zwischen Weser und Hunte“, der bei den Zuhörern großen Anklang fand.