Lieber bei laufendem Unterricht Oberschule Melle-Neuenkirchen will Bauzeit verkürzen

Von pm/hen

Meine Nachrichten

Um das Thema Melle Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Die Wilhelm-Fredemann-Oberschule in Melle-Neuenkirchen entwickelt sich zur Dauerbaustelle . Foto: Gert WestdörpDie Wilhelm-Fredemann-Oberschule in Melle-Neuenkirchen entwickelt sich zur Dauerbaustelle . Foto: Gert Westdörp

Melle. Die Wilhelm-Fredemann-Oberschule Neuenkirchen nimmt lieber Bauarbeiten während der Unterrichtszeiten in Kauf, als noch zwei bis drei Jahre Baustelle mit gelegentlichen Fortschritten zu sein. Darauf weisen Grüne und Linke in einer gemeinsamen Presseerklärung hin.

Die jüngste Berichterstattung im „Meller Kreisblatt“ und die Elternproteste wegen der andauernden Sanierung der Wilhelm-Fredemann-Oberschule nahmen die Stadtratsmitglieder Reinhardt Wüstehube und Alfred Reehuis (Grüne) sowie Herbert Linnemann (Linke) zum Anlass, sich die Situation vor Ort von Schulleiterin Sandra Apeler zeigen zu lassen. Schon im Mai 2017 hatten die Grünen moniert, dass die Sanierung zu langsam vorangehe.

„Eine Beseitigung der baulichen Probleme hat noch nicht stattgefunden“

Beim Ortstermin wurde den Ratsvertretern deutlich, dass seitdem die Eingangstüren behindertengerecht gestaltet wurden und weitere Deckenverkleidungen entfernt wurden, um den baulichen Zustand darunter zu untersuchen. „Eine Beseitigung der anstehenden baulichen Probleme hat dagegen noch nicht stattgefunden“, monieren die Ratsvertreter. Vielmehr gebe es im eigentlich bereits sanierten Verwaltungstrakt schon wieder neue Probleme. Bei der Innensanierung ist das Dach nicht saniert worden, sodass es nunmehr zu Wasserschäden an den neu eingebauten Deckenplatten kommt.

Einschränkungen so oder so

Reinhardt Wüstehube, ehemaliger Leiter einer Oberschule in Borgloh, betont, dass zwar eine Baustelle bei laufendem Unterricht zu erheblichen Einschränkungen führe, aber andererseits eine lange Bauzeit auch an den Nerven von Schülern und Lehrern zerre und gleichfalls zu Einschränkungen führe. Das sei besonders bedenklich, weil die guten Anmeldezahlen dokumentierten, dass in der Oberschule gute pädagogische Arbeit geleistet werde und ohnehin schon Raumnot herrsche.

Ohnehin noch Container auf dem Schulhof

Fraktionsführer Alfred Reehuis fügt an, dass es wichtiger sei, auch in der Schulzeit weiter zu bauen: „Uns ist von Frau Apeler deutlich gesagt worden, dass es besser ist, auch in der Unterrichtszeit weiterzubauen, damit die Baumaßnahmen endlich begonnen und vor allem fertig werden.“ Für die Bauzeit wolle die Schule sich mit den Containern behelfen, die ohnehin noch auf dem Schulhof stehen. Reehuis: „Eine Bauzeit von 2014 bis 2021 ist einfach zu lang.“ Das städtische Gebäudemanagement hatte darauf verwiesen, dass die Sanierung noch zwei bis drei Jahre dauern werde, weil überwiegend nur während der Ferien gearbeitet werden könne. Tatsächlich wurde trotz vorbereitender Maßnahmen 2014 erst 2015 mit der Sanierung begonnen.

Die Vertreter von Grünen und Linken wollen sich in den zuständigen Gremien dafür einsetzen, die Baumaßnahmen voranzutreiben. Sie verweisen zudem darauf, dass die finanziellen Mittel dafür zu großen Teilen bereits im Haushalt bereitstehen und weitere bereitgestellt werden könnten.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN