Eine soll bis März stehen E-Ladestationen in Melle noch in diesem Jahr

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So ähnlich wie hier in Wietmarschen könnten E-Ladestationen auch in Melle entstehen. Foto: Ludger JungeblutSo ähnlich wie hier in Wietmarschen könnten E-Ladestationen auch in Melle entstehen. Foto: Ludger Jungeblut

Mobilität in Sachen Elektromobilität. Bis zu sechs Ladestationen will Stromanbieter Innogy in Melle-Mitte aufstellen – wenn die Stadt kooperiert. Eine weitere soll in Gerden entstehen.

Melle. Im dortigen Industriegebiet, bei Metank, gibt es die noch einzige E-Tankstelle, eine Schnellladestation.

Innogy, eine RWE-Tochter, habe der Stadt „ein Kooperationsangebot“ gemacht, bestätigt Westnetz-Sprecherin Ruth Brand. Westnetz ist wiederum eine Tochter von Innogy. Sechs Doppelladestationen würde Innogy in Melle-Mitte installieren, wenn die Stadt sich acht Jahre lang mit monatlich 87 Euro pro Säule beteiligt. Also für jede Säule 8400 Euro. Brand: „Die Stadt muss nun sagen: das wollen wir oder das wollen nicht.“ Eine Möglichkeit zur Re-Finanzierung sei Werbung auf den Säulen.

Aktuell bereite die Verwaltung eine Förderrichtlinie vor, sagt der Umweltbeauftragte Torben Fuchs dazu auf Anfrage unserer Redaktion. Wer zukünftig gefördert wird – außer Innogy könnten ja auch andere Investoren Stromtanksäulen im öffentlichen Raum aufstellen – und mit viel Geld dieser Topf bestückt wird, solle geregelt und im März vom Rat beschlossen werden.

Das Umweltamt hatte im Frühjahr 2017 eine Analyse zu mehr als 60 potenziellen Standorten durchgeführt. Allerdings sehe die Kommune beim Betrieb der Säulen in erster Linie die Wirtschaft am Zuge, sagte Mediensprecher Jürgen Krämer unserer Redaktion, die Stadt könne gegebenenfalls kooperieren.

Voraussetzung: 365 Tage im Jahr rund um die Uhr erreichbar

Wichtige Voraussetzungen für einen geeigneten Standort seien zum Beispiel bereits gegebener Publikumsverkehr, Platz für zwei Stellplätze und eine Erreichbarkeit 365 Tage im Jahr rund um die Uhr, so Torben Fuchs. Außerdem muss die Verkabelung die Stromzufuhr für die 22-KW-Stationen hergeben. Bei Metank steht eine 50-KW-Säule. Fuchs: „Wir können nicht überall 50-KW-Stationen aufstellen, das würde das Stromnetz gar nicht hergeben. Natürlich muss erstens das Stromnetz stabil bleiben und dürfen zweitens die Kosten nicht aus dem Ruder laufen; etwa wenn noch Trafos gebaut werden müssten. Derzeit sind die Stationen ohnehin noch nicht wirtschaftlich zu betreiben.“

Bahnhof als Standort

Da der Stationsbau vom Bund gefördert wird, müssten die Stationen bis Ende des Jahres stehen, sonst verfiele die Förderung, bestätigt George Trenkler, Vorsitzender des Umweltausschusses der Stadt. Obwohl das Thema dort vergangene Woche wieder besprochen wurde, seien die geplanten Standorte, abgesehen vom Bahnhof, noch nicht bekannt. Dort seien bei der Sanierung des Vorplatzes 2013 die Voraussetzungen bereits geschaffen worden.

Am Maschweg

Derweil ist die Stadt offenbar nicht der einzige Kooperationspartner, mit dem Innogy Strom aus Säulen verkaufen will.

Nach Informationen unserer Redaktion wird auch bei der Ernst Stein GmbH am Maschweg 21, ein Großhändler für Elektro- und Beleuchtungskörper, eine Stromtanksäule entstehen. Die soll bereits ab dem März am Netz sein.


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