Drei Fragen an: Ludger Abeln Meller Veranstaltung zum Thema „Erben“ wird moderiert

Von Christoph Franken

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Melle. Das Thema „Vorsorgen und Vererben“ greift die Caritas-Gemeinschaftsstiftung am 21. Februar um 18.30 Uhr im Foyer des Meller Klinikums mal ganz anders auf. Dafür steht der frühere NDR-Moderator und VW-Pressesprecher Ludger Abeln, der die Veranstaltung moderiert. Abeln ist Vorstandsmitglied der Caritas-Gemeinschaftsstiftung Osnabrück.

Herr Abeln, wie kamen Sie in die Funktion bei der Caritas-Gemeinschaftsstiftung?

Ich habe zehn Jahre ehrenamtlich im Stiftungsrat der Caritas gearbeitet. Außerdem bin ich als geborener Meppener in der Diözese groß geworden und habe immer engen Kontakt zur Kirche gehalten. Aus dem Stiftungsrat bin ich dann in den Vorstand berufen worden. Außerdem leite ich bei der Caritas die Stabsstelle Netzwerkarbeit. Dort kann ich meine guten Kontakte aus meinen früheren Tätigkeiten einbringen und so die Arbeit der Caritas unterstützen.

Die Veranstaltung in Melle soll sich von den sonst üblichen Informationsabenden zu diesem Thema abheben. Was bedeutet das konkret?

Es handelt sich dabei um eine Reihe, die moderativ und unterhaltsam gestaltet wird. Sie ist also ganz bewusst nicht als Vortragsveranstaltung angelegt, sondern als informative Fragerunde der Teilnehmer mit eingeladenen Fachleuten. Von solchen Abenden, die wir bereits im Emsland durchgeführt haben, weiß ich, dass den Leuten viele Fragen dazu im Kopf herumschwirren. Leider gibt es aber auch Menschen, die sich noch viel zu wenig Gedanken machen, beispielsweise bei Vorsorgeverfügungen oder Patientenverfügungen. Hier stehen wir mit Rat und Tat zur Verfügung.

Die Fragestellung des Abends lautet also: Wie vererbe ich richtig und wie sorge ich sinnvoll vor?

Ja, genau richtig. Nach Berechnungen des „Spiegel“ werden zwischen 2014 und 2025 rund 2100 Milliarden Euro vererbt. Das ist eine riesige Summe, aber nur ein Viertel der Menschen verfügt bisher über ein ordentliches Testament. Ein Beispiel: Ein Ehepaar druckt am PC sein Testament aus, und beide unterschrieben es. Dieses Testament ist nicht rechtsgültig. Hätte das Ehepaar es dagegen handschriftlich aufgesetzt, wäre es rechtskonform. Leider führen falsch verfasste Testamente oft zu Erbstreitigkeiten in der Familie, die keiner will, die Vererbenden am wenigsten. Es gibt also viele Fallstricke, und da setzen wir in der eineinhalbstündigen Veranstaltung auch mit Fallbeispielen sowie mit Frage-und-Antwort-Runden an.