Drei Einrichtungen profitieren Anna-Brockmann-Stiftung aus Melle übergibt Spenden

Von Martina Ewert

Bilden ein gutes Team, um die Projekte der Anna-Brockmann-Stiftung umzusetzen: Klaus Wienke, Jürgen Niesemeyer, Dirk Rotert, Josefa Horstmann, Kerstin Stade, Daniela Sühlmann, Magdalena Huhmann und Heidrun Bowenkamp. Foto: Martina EwertBilden ein gutes Team, um die Projekte der Anna-Brockmann-Stiftung umzusetzen: Klaus Wienke, Jürgen Niesemeyer, Dirk Rotert, Josefa Horstmann, Kerstin Stade, Daniela Sühlmann, Magdalena Huhmann und Heidrun Bowenkamp. Foto: Martina Ewert

Melle. Das Kuratorium der Anna-Brockmann-Stiftung hat in diesen Tagen an mehrere Empfänger ihre Fördermittel übergeben. Wegen der umsichtigen Vorsorge, die Anna Brockmann traf, ist sichergestellt, dass ihr Wille sicher umgesetzt und die Stiftungsgelder langfristig dem guten Zweck dienen und zufließen.

Anna Brockmann starb im Mai 2005. Ein Jahr vor ihrem Tod gründete sie die unter dem Dach der Bürgerstiftung Melle angesiedelte Anna-Brockmann-Stiftung. Derzeit werden neben der Bürgerstiftung sechs weitere Einzelstiftungen verwaltet. Ressourcen für kleinere Treuhandstiftungen werden gebündelt.

Die Bürgerstiftung wird von der Kreissparkasse Melle verwaltet, ist aber offen für externe. „Mit einer eigenen Stiftung kann jeder hier unter das Dach der Bürgerstiftung schlüpfen. Mit relativ geringen Verwaltungsaufwand kann der Stifter seine persönlichen Anliegen und Zwecke verfolgen“, erklärt Heidrun Bowenkamp, Geschäftsführerin der Bürgerstiftung des Geldinstituts.

Entgegen der Bürgerstiftung, die ausschließlich Zuwendungen in Melle tätigen kann, ist die Satzung der Anna-Brockmann-Stiftung weiter gefasst. Hier steht das Projekt im Fokus: „Es ist uns wichtig, die Stiftungsgelder im Sinne unserer Tante Anna Brockmann zu vergeben“, betonen ihre Nichten Josefa Horstmann als Vorsitzende und Magdalena Huhmann als Kuratoriumsmitglied. Stellvertretende Vorsitzende ist Daniela Sühlmann.

Geld für Theaterprojekt

Auch zu Daniela Sühlmann hatte Anna Brockmann eine persönliche Verbindung: Die Stifterin arbeitete erst lange Jahres als Haushälterin im Altenwohnheim St. Josef in Oesede, später lebte sie dort. Daniela Sühlmann betreute sie.

Insgesamt wurden Zuwendungen von 2800 Euro verteilt. So erhielt in diesem Jahr die Kindertagesstätte St. Joseph Bad Laer Unterstützungen für ein Theaterprojekt für Vorschulkinder und den Erwerb von Materialien für Motopädie. Ein eigenes Theaterstück, eigene Requisiten und die Fahrt in ein Theater werden gefördert. „Die Kinder dürfen in eine Rolle schlüpfen und gestärkt ihren weiteren Lebensweg gehen“, sagt die Leiterin der Einrichtung, Kerstin Stade. Josefa Horstmanns Wunsch war hierzu: „Wir wünschen viel Theater“ – was mit viel Freude und Augenzwinkern gemeint war. Etliche Facetten des Projekts schilderte die Kitaleiterin bunt und anschaulich, so dass der Zweck der Stiftung mit Leben gefüllt wurde.

Weiterer Empfänger ist die Tagespflege der Diakonischen Altenhilfe in der Region Melle, Christliches Seniorenstift.

„Im Vordergrund der Tagespflege steht, dass die Menschen einen schönen Tag außerhalb des alltäglichen häuslichen Bereiches bei uns verbringen“ meint Dirk Rotert, Geschäftsleiter der Einrichtung. Da viele Senioren gerne nach draußen gehen, konnten dank der Stiftung zwei Nordseestrandkörbe angeschafft werden.

Spielekonsolen für Herzpatienten

Patienten im Kindesalter des Herz- und Diabeteszentrums Bad Oeynhausen, speziell der Bereich Kinderherzchirurgie und angeborene Herzfehler, freuten sich riesig über eine Spielekonsole mit 20 Spielen. Die Kinder verbringen oftmals einen langen Aufenthalt in der Klinik, sind aber nicht mobil. Die Konsole mit Equipment ist in einen rollbaren Container integriert, so dass dieser zu den Kindern gebracht werden kann. Die Konsole war der größte Wunsch der Kinder, der Aufenthalt der kleinen Patienten wird kurzweiliger und die Freude war groß.