Stadt legt bald Konzept vor Wann und wohin kommt die neue Sporthalle in Melle?

Von Michael Hengehold

Die Jugendherberge (links) steht leer, dahinter lugt links die Jahnsporthalle hervor. Der Glasgang rechts davon führte früher ins alte Hallenbad. Foto: Michael HengeholdDie Jugendherberge (links) steht leer, dahinter lugt links die Jahnsporthalle hervor. Der Glasgang rechts davon führte früher ins alte Hallenbad. Foto: Michael Hengehold

Melle. Der Kreis will in Melle eine neue Sporthalle bauen. Aber wann und wo ist die Frage. Die Stadt erarbeitet derzeit ein Gesamtkonzept für den Bereich Jugendherberge/Jahnsporthalle – ein möglicher Standort – das in den nächsten Wochen der Politik präsentiert werden soll.

Weil der Kreis für seine drei Schulen in Melle, das Gymnasium, die IGS und die BBS, dringend Sporthallenzeiten benötigt, ist der Neubau geplant, der auch von Vereinen genutzt werden könnte. Es fielen schon jetzt wöchentlich 150 Sportstunden aus, wovon die Berufsschule besonders betroffen sei, sagte der Erste Kreisrat Stefan Muhle im Januar, der inzwischen als Staatssekretär in Hannover tätig ist.

Für den Neubau der Halle könnte der Kreis sich das Areal der Jahnsporthalle und des nebenliegenden alten Hallenbades vorstellen. Die Halle ist auf, wie der Volksmund sagen würde, Fachleute sprechen von „abgängig“; Ballspiele sind dort bereits seit Jahren verboten, genutzt wird sie aber noch. Das Hallenbad ist längst geschlossen und war zuletzt zur Flüchtlingsunterkunft umgebaut worden. Die Arbeiten wurden 2016 unvollendet abgebrochen, nachdem Melle deutlich weniger Flüchtlinge als erwartet zugeteilt wurden. Weil unmittelbar angrenzend auch die ehemalige Jugendherberge wieder leer steht, wollte die Stadt ein Gesamtkonzept für das Areal erstellen und eine Einzelentscheidung zum Standort der neuen Sporthalle vermeiden.

Dieses Konzept werde derzeit erarbeitet, sagt Mediensprecher Jürgen Krämer auf Anfrage unserer Redaktion. Es solle „in Kürze den zuständigen politischen Gremien“ vorgestellt werden. Konkreter „in den nächsten Wochen“, präzisiert Krämer auf Nachfrage. Der Ortsrat Melle-Mitte tagt am 21. Februar, der Ausschuss für Planen und Stadtentwicklung am 28. Februar. In beiden Tagesordnungen ist das Thema bislang nicht vorgesehen. Der Ausschuss für Bildung und Sport kommt am 7. März zusammen, dessen Tagesordnung wurde noch nicht veröffentlicht. Die Frage, ob das Konzept womöglich erst in der Sommersitzung des Ortsrates vorgestellt werden könnte, beantwortet Krämer so: „In den nächsten Wochen bedeutet nicht in den nächsten Monaten.“

Wann könnte es losgehen mit dem Bau? Bürgermeister Reinhard Scholz: „Wir gehen davon aus, dass konkrete Planungen für den Neubau mit der Stadt 2018 weiter abgestimmt werden können. Ob ein früherer Baubeginn als 2019 möglich ist, hängt vom Vorliegen genehmigungsfähiger Planungen und von der Bereitstellung finanzieller Mittel durch den Landkreis ab.“