Hoffen auf instabile Schüttorfer Handball: Eicken will beim FC nachlegen

Von Heike Dierks

In Schüttorf wird es auch auf Eickens Christian Wetzstein (beim Wurf) ankommen. Foto: Laura BeckmannIn Schüttorf wird es auch auf Eickens Christian Wetzstein (beim Wurf) ankommen. Foto: Laura Beckmann

Nach einer Spielpause ist Handball-Landesligist Eicken bereit fürs Verfolgerduell in Schüttorf. In der Landesklasse empfängt die HSG den TV Dinklage II und Eicken II die HSG Haselünne/Herzlake.

Melle. Das 34:28 gegen den Tabellensiebten Friesoythe hat die Serie von zuvor fünf sieglosen Spielen beendet und das angeknackste Selbstvertrauen der ESV wieder aufpoliert. In der darauffolgenden einwöchigen Punktspielpause konnten angeschlagene Spieler ihre Wehwehchen auskurieren, während die Youngster wie Jonas Visse in der zweiten Mannschaft aufliefen und somit im Spielrhythmus blieben. Nils Sundermann war zusätzlich mit den A-Junioren aktiv und erzielte dabei sagenhafte 17 Tore. „Wir werden noch viel Freude an ihm haben“, ist ESV-Trainer Maik Rapczinski sicher.

Am Samstag (19.30 Uhr) steht das Tabellennachbarschaftsduell beim fünftplatzierten FC Schüttorf an. „Wir haben dort nichts zu verlieren“, sagt der Coach des aktuellen Sechsten. Das Hinspiel in Eicken hatte sein Team mit 30:25 gewonnen und auch die Heimspiele der Vorjahre erfolgreich gestaltet. Doch genauso regelmäßig gingen zuletzt die Auswärtspartien in Schüttorf deutlich verloren. Natürlich wolle sein Team nach dem Friesoythe-Sieg nachlegen, doch das dürfte ein schwieriges Unterfangen werden. Immerhin: „Schüttorf ist in dieser Saison auch nicht so stabil. Wir hoffen, dass wir den FC in einer instabilen Phase erwischen.“

Bei den Gastgebern wird ohne Kleber an den Händen gespielt, was eine Umstellung für die Gäste bedeutet. Das heißt, dass die Spieler schneller mal den Ball aus den Händen verlieren. Die Gegner lauern entsprechend auf diese Fehler und daraus resultierende leichte Ballgewinne. Die ESV müsse daher in der Deckung defensiver agieren und offensiv nicht zu früh die Entscheidung suchen.

Kilian Lülf fehlt ESV

Bei der schweren Aufgabe in Schüttorf wird Artur Brack nach überstandenen Wadenproblemen auflaufen können, Kilian Lülf wegen eines eitrigen Fingers allerdings nicht. Man entscheide kurzfristig, ob der Kader daher um Spieler aus der zweiten Mannschaft ergänzt werde.

Perspektivisch wolle die Spielvereinigung die Saison vernünftig zu Ende bringen und den vierten oder fünften Platz im Gesamtklassement erreichen. Große Hoffnung setzt man auf die Rückkehr von Albert Brack, der nach seiner Verletzung bereits ins Training zurückgekehrt ist. Im März oder April könne auch in den Spielen wieder mit ihm gerechnet werden. „Dann werden wir wieder mehr Partien gewinnen“, ist Rapczinski optimistisch.

Optimismus ist auch in der Landesklasse bei der HSG Grönegau-Melle vor dem Duell der Gegensätze angebracht: Der Tabellenzweite empfängt am Sonntag (17 Uhr) den Vorletzten TV Dinklage II. So sind die Rollen auf dem Papier klar verteilt. Allerdings dürfe sein Team den Aufsteiger aus dem Oldenburger Münsterland keineswegs unterschätzen, warnt HSG-Trainer Frank Lührmann. Dinklage hat eine erfahrene Mannschaft um die beiden 40-Jährigen Jens Taphorn und Ingo Bocklage beisammen. Bereits im Hinspiel hat der TVD den Tigern mit ruhigem Aufbau und sehr gutem Kreisläuferspiel das Leben schwer gemacht.

Trotzdem sollten die Hausherren alle Trümpfe für einen Heimerfolg in der Hand halten, wenn die Mannschaft an die Leistung der vorigen Partien anknüpfen kann. „Wenn unsere Deckung sehr gut steht und viele einfache Tore aus der ersten und zweiten Welle erzielt werden, ist auch ein klarerer Erfolg als der Vier-Tore-Sieg aus dem Hinspiel möglich“, meint Lührmann. Personell kann der Trainer fast aus dem Vollen schöpfen. Bis auf Urlauber Leon Bartels sollten alle Spieler an Bord sein. Hinter Bjorn Spence steht wegen der aktuellen Klausurenphase an der Uni noch ein kleines Fragezeichen.

Der Tabellensiebte Eicken II empfängt derweil am Sonntag (16.15 Uhr) die zwei Plätze besser positionierte HSG Haselünne/Herzlake. Das Team hofft, nach der knappen 22:24-Niederlage in Ankum seine Chancen dieses Mal besser zu verwerten.