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08.02.2018, 14:06 Uhr KOMMENTAR

Melle muss schnell handeln

Kommentar von Simone Grawe

Das neue Einkaufszentrum soll laut Plan auf der linken Straßenseite gebaut werden. Foto: Marita KammeierDas neue Einkaufszentrum soll laut Plan auf der linken Straßenseite gebaut werden. Foto: Marita Kammeier

Melle. Der geplante Umzug von Lidl aus Bruchmühlen nach Rödinghausen sorgt für Unmut. Während sich Bürgermeister Ernst-Wilhelm Vortmeyer auf westfälischer Seite über die Ansiedlung freut, sorgt sich Ortsbürgermeister Axel Uffmann aus Bruchmühlen. Er befürchtet eine Schwächung des Ortszentrums. Die Stadt Melle ist in der Pflicht, will sie das Ruder rumreißen, meint unsere Kommentatorin.

Noch existieren die Pläne nur auf dem Papier, aber sie polarisieren schon: Lidl und namhafte Filialisten besitzen eine derartige Magnetwirkung, dass es nicht verwundert, wenn man für ihre Ansiedlung den roten Teppich ausrollt. Entsprechend groß ist die Freude in Rödinghausen. Dort will man einen Teil des Erlebniswaldes zugunsten des neuen Einkaufszentrums opfern, um neue Anbieter begrüßen zu können. An anderer Stelle werde wieder aufgeforstet, verspricht Bürgermeister Vortmeyer. Wehmut in Bruchmühlen: Zu recht beklagt Axel Uffmann eine ungleiche Verteilung und eine Schwächung des Zentrums, sollte der Umzug nach NRW erfolgen. Nachteilig dürfte sich auch die verkehrliche Situation am Bahnübergang auswirken. Noch ist nichts konkret, aber vieles spricht für die Neubauten an der Bruchstraße. Damit wäre Bruchmühlen der Verlierer. Will Melle an dieser Entwicklung noch etwas ändern, muss die Stadt handeln, und zwar ganz schnell.


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