Unmut bei Meller Eltern Warum die Schulsanierung in Neuenkirchen noch dauert

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Eine der noch ausstehenden Arbeiten in der Wilhelm-Fredemann-Realschule: die Neuverkleidung der Decken, die nun schon seit Ostern 2017 unverkleidet sind. Foto: Michael HengeholdEine der noch ausstehenden Arbeiten in der Wilhelm-Fredemann-Realschule: die Neuverkleidung der Decken, die nun schon seit Ostern 2017 unverkleidet sind. Foto: Michael Hengehold

Neuenkirchen. Nachdem die Stadt erklärt hat, die Sanierung der Wilhelm-Fredemann-Oberschule Neuenkirchen werde noch Jahre dauern, reagieren Eltern teils mit Unmut. Guido Kunze als Leiter des Gebäudemanagements erklärt, warum die Schule noch lange Baustelle bleibt.

Derzeit sammelt der Schulelternrat Unterschriften und versucht so, den Druck auf Verwaltung und Politik zu erhöhen, damit die Oberschule keine Dauerbaustelle bleibt. Dort wird seit 2015 saniert. Die Eltern fordern „eine schnellstmögliche Umsetzung der bereits geplanten Bau- und Sanierungsmaßnahmen“. Die Listen sollen dem Bürgermeister übergeben werden.

„Alles, was den Schulbetrieb nicht stört“

Wenig erfreut wurde deshalb an der Schule die Auskunft von Guido Kunze aufgenommen, dass die Arbeiten noch zwei, drei Jahre brauchen werden. Das liege daran, dass nur in den Ferien, hauptsächlich den Sommerferien, gearbeitet werden könne: „Alles, was den Schulbetrieb nicht stört, machen wir natürlich im Schuljahr.“

„20 parallel laufende Maßnahmen“

Dabei konzentrieren sich die Arbeiten keineswegs nur auf eine oder einige wenige Schulen. Im vergangenen Jahr habe es während der großen Ferien „20 parallel laufende Maßnahmen“ gegeben, weil das auch in Sporthallen und Kitas so gehandhabt wird. Und entgegen anderslautenden Gerüchten waren davon auch Ratsschule und die Grundschule im Engelgarten betroffen. Dort werden nach ihrem Standorttausch 2015 erst in diesem Jahr die abschließenden Arbeiten ausgeführt – in den Sommerferien. Kunze: „Wir weisen die Planungsbüros schon immer an, das entsprechend zu koordinieren. Im Übrigen komme diese Ballung auch bei den ausführenden Firmen nicht so gut an, denn deren Mitarbeiter „haben ja auch Kinder“ und möchten in den Ferien gerne mal Urlaub haben. Anders sei das aber kaum zu stemmen, so Kunze.

Noch einige Posten offen

In Neuenkirchen sind noch einige Posten offen: Insbesondere die Brandschutz-Ertüchtigung mit dem Einbau von Brandschutztüren, der Notbeleuchtung und Fluchttreppen. Die Räumlichkeiten der Schulsozialarbeit werden umgebaut, die Deckensanierung im Fachraumtrakt muss noch abgeschlossen werden, wo zudem ein weiterer Ausgang geschaffen werden muss. Im Straßengebäude wird eine selbstschließende Tür eingebaut. Außerdem werden drei WC-Bereiche überholt und ehemalige Materiallager zu Differenzierungsräumen umgebaut. Und schließlich steht im frisch überholten Verwaltungsgebäude noch eine Dachsanierung an, denn dort treten bereits wieder Feuchtigkeitsschäden auf.


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