Neue Form der Benachrichtigung Wahl: Kirche verschickt auch in Melle„Selfmailer“

Von Christoph Franken

Der Appell von Superintendent Hans-Georg Meyer-ten Thoren: Wählen gehen und nicht von den „Selfmailern“ in der Post verwirren lassen, von denen Ephoralsekretärin Susanne Pohlmann eines hält. Foto: Christoph FrankenDer Appell von Superintendent Hans-Georg Meyer-ten Thoren: Wählen gehen und nicht von den „Selfmailern“ in der Post verwirren lassen, von denen Ephoralsekretärin Susanne Pohlmann eines hält. Foto: Christoph Franken

Melle. In diesen Tagen werden die Wahlbenachrichtigungen für die Kirchenvorstandswahl am 11. März versandt. Aber aufgepasst. Sie kommen mit der Post an alle Kirchenmitglieder in einer neuen Aufmachung daher und sollten nicht mit Werbung verwechselt werden.

Superintendent Hans-Georg Meyer-ten Thoren wies am Dienstag ausdrücklich auf diesen Umstand hin. Jung, modern und emotional: Mit einem sogenannten „Selfmailer“ wirbt die neue Wahlbenachrichtigung der Landeskirche Hannovers für die Kirchenvorstandswahl. Diese neue Form der Post ersetzt damit die bisher üblichen Wahlbenachrichtigungskarten. „Unsere Sorge ist, dass die Mailer wegen der etwas poppigen Aufmachung für Werbung gehalten und achtlos weggeworfen werden“, so der Superintendent.

Für Jugendliche

„Unsere Gottesdienste und unser Kirchencafé sind zum Treffpunkt für viele Menschen geworden. Ich möchte, dass diese Gemeinschaft noch weiter wächst. Deswegen kandidiere ich wieder.“ Mit Zitaten wie diesen und Fotos von aktiven Kirchenvorständen und Kandidaten aus Niedersachsen erinnert die Landeskirche ihre Gemeindemitglieder an die Wahl der Leitungsgremien. Mit einer eigenen Grafik werden außerdem gezielt Jugendliche angesprochen, die 2018 bereits ab einem Alter von vierzehn Jahren erstmals den Kirchenvorstand mit wählen können.

Größere Akzeptanz

Die Gestaltung des Selfmailers wurde nach Angaben von Meyer-ten Thoren unabhängig getestet. Das Ergebnis: Bei Frauen und Männern, Jüngeren und Älteren stößt der Selfmailer auf größere Akzeptanz als Wahlbenachrichtigungen früherer Wahlen. Bei den Jüngeren sei der Unterschied mehr als deutlich.

Der Superintendent nutzte die Gelegenheit, noch einmal für die Teilnahme an den Wahlen zu werben. „Nehmt Euer Wahlrecht wahr und macht durch eine starke Wahlbeteiligung die Gewählten stark“, appellierte er an die Mitglieder seiner Kirche.

„Pfarrgesetze ändern“

Bei der Kandidatensuche sind die Meller Kirchengemeinden im Endspurt. „In rund 50 Prozent der Gemeinden ist die Kandidatenkür sehr gut gelaufen, in den anderen Gemeinden war es dagegen wirklich mühsam, die notwendige Anzahl von Kandidaten zusammen zu bekommen“, räumte Meyer-ten Thoren ohne Umschweife ein. Letzteres zeige, dass „wir massiv was an den Pfarrgesetzen ändern müssen“.