Kerstin Lemke jetzt im Amt Neue Meller IGS-Leiterin war schon mal inkognito da

Von Michael Hengehold


Melle. Sie sei nicht das erste Mal in der Meller IGS, erzählte deren neue Leiterin Kerstin Lemke bei ihrer Amtseinführung am Montag, sondern im Frühjahr schon mal – seinerzeit allerdings inkognito.

Die Wünsche und Träume eines jungen Mädchens standen zunächst im Fokus der kleinen Feierstunde in der Lernwerkstatt. „Castle on a cloud“ aus dem Musical „Les Miserables“ sangen sechs Mädchen aus der 8b, begleitet von Musiklehrerin Melanie Ortmann, die das Stück „inhaltlich ganz passend“ fand. Anschließend ergriff Sonja Hallmann-Groth das Wort, die nach dem Ausscheiden von Marlies Brüggemann die Schule interimsweise zusammen mit Olaf Kluge geführt hatte. „Uns fällt ein riesen Stein vom Herzen“, sagte sie mit Blick auf die Neubesetzung.

„Am Ende kommt es auf die Lehrkräfte an“

Einen Erlass und eine Verfügung habe sie dabei, fand Silvia Pünt-Kohoff (Landesschulbehörde) einen sprachlichen Übergang von der Verfügung zur „Fügung, dass Sie diese Schule gefunden haben“. Die Schulform Gesamtschule sei Kerstin Lembke aus Schottland geläufig, Leitungsaufgaben habe sie als Konrektorin an der Realschule Löningen ebenfalls kennengelernt – kurzum, die neue Leiterin verfüge bereits über einen reichen Erfahrungsschatz. Sie habe deren Persönlichkeit schon schätzen gelernt.

„Wir freuen uns, dass diese Schule so gut angenommen wird und dass Sie jetzt hier sind“, betonte Kreisrat Matthias Selle als Vertreter des Schulträgers, des Landkreises Osnabrück. Eine Studie des neuseeländischen Pädagogen John Hattie zu Schulen und Bildung, die wiederum weltweite Studien zusammenfasse, komme zu dem Ergebnis: „Am Ende kommt es auf die Lehrkräfte an.“ Und „tolles Personal und ein sehr engagiertes Leitungsteam“ seien an der Meller IGS gegeben.

Der erste Klick

Ein „wirklich lebensverändernder Tag“ sei das, leitete die neue Schulleiterin ihre Ansprache ein und erzählte sodann, wie sie im Mai schon mal inkognito einen ersten Blick in die Schule geworfen habe. An einem Samstagvormittag sei sie mit ihrem Mann dorthin gefahren, nur um mal zu schauen. Zu ihrer Überraschung standen jedoch jede Menge Autos vor der Schule und die Tür war offen. „Wir haben dann so getan als seien wir Eltern und uns in der Schule mal umgeschaut“, berichtete Lemke zum Amüsement des Kollegiums. Da habe es das erste Mal „Klick“ gemacht.

Der zweite Klick kam einige Wochen später, als ihre Vorgängerin Marlies Brüggemann sie eingeladen und durch die Schule geführt hatte. Dabei habe sie sich gefühlt, „wie ein Kind in einem Spielwarenladen“ und das dringende Gefühl gehabt: „Ich möchte unbedingt Teil dieser Schule sein“. Die im Übrigen einen ausgezeichneten Ruf genieße, „weit über die Grenzen des Landkreises Osnabrück hinaus“.

„Und deswegen: Los geht‘s“

Und nun sei sie „so supernett“ willkommen geheißen worden: „Sogar der PC hat vorhin ‚Herzlich willkommen‘ zu mir gesagt.“ Toll auch, dass Sonja Hallmann-Groth, „das Wasser, in das ich jetzt springe, schon für mich angewärmt hat.“ Nun gelte es, so Lembke abschließend in Richtung des Lehrerkollegiums, „dass wir alle an einem Strang ziehen – nur dann können wir Ziele erreichen. Und deswegen würde ich sagen: Los geht‘s.“