Vorstand blickt zufrieden zurück Meller Sparkasse wächst in allen Bereichen

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Melle. „Die Entwicklung unserer Sparkasse ist ein Spiegelbild der heimischen Wirtschaft.“ Mit diesen Worten präsentierten die Vorstandsmitglieder der Kreissparkasse Melle Frank Finkmann und Josef Theißing jetzt eine ausgesprochen positive Jahresbilanz 2017.

Die Bilanzsumme ist erstmals größer als 1,3 Mrd. Euro. „Und dieses Ergebnis haben wir mit den 46000 Einwohnern von Melle erzielt“, betonte Finkmann. Die Sparkasse sei in allen Bereichen gewachsen. „Dafür gebührt allen Mitarbeitern ein dickes Lob, denn wir leben von der Leidenschaft unserer Leute.“

Das Kreditgeschäft der Sparkasse wurde 2017 von Investitionen der Unternehmen und des privaten Wohnungsbaus angetrieben. Es stieg um 3,8 Prozent auf 992 Mio. Euro. „Aber auch Konsumentenkredite stellen durchaus einen Wachstumsmarkt dar, und da sind wir nah an den Kunden dran“, erklärte Theißing. Das zeige sich beispielsweise auch bei Krediten für Autokäufe.

In diesem Zusammenhang ging Theißing auf Leasinggeschäfte ein. „Leasing als Finanzierungsform für Maschinen und Fahrzeuge ist in Firmen sehr gefragt.“ Knapp zehn Mio. Euro habe sein Haus dafür vergeben. „Damit gehören wir seit Jahren im Landesvergleich zu den Top Ten“, sagte Theißing.

„Deren Kassen sind gut gefüllt“

Die Liquiditätssituation der Unternehmen ist nach Angaben Finkmanns allgemein hervorragend. „Deren Kassen sind gut gefüllt, und daher benötigen die Unternehmen kaum kurzfristige Kredite“, erläuterte er. Daraus erkläre es sich, dass die Inanspruchnahme kurzfristiger Kredite mit knapp unter 50 Mio. Euro „historisch niedrig“ sei.

Der Banker verwies anschließend auf einen „nennenswerten Einlagenzuwachs“. Demnach stiegen die Einlagen um 5,4 Prozent auf 929 Mio. Euro. Tages- und Termingeld macht davon 600 Mio. Euro aus.

Diese Tortengrafik zeigt die durchschnittliche Verteilung der Vermögen in der individuellen Vermögensverwaltung der Sparkasse. Grafik: Sparkasse Melle

Mit Blick auf die Zinsen plädierten die Vorstandsmitglieder für Pragmatismus: Die Frage laute nämlich nicht, „wann steigen die Zinsen?“, sondern müsse lauten: Welche Lösungen gibt es im Niedrigumfeld? „Wir sollten also nicht wie die Kaninchen auf die Schlange starren, sondern Lösungen aufzeigen“, formulierte Finkmann den Kurs der Sparkasse.

Deren Antwort laute: Vermögen braucht Struktur. Das bedeute, es gehe darum, das Vermögen je nach individueller Situation aufzuteilen. „Und das managen wir hier in Melle“, hob Theißing hervor. Berater und Anleger würden also vor Ort den jeweils richtigen Weg zur optimalen Aufteilung der Anlagesumme besprechen. Grundsätzlich gelte dabei der Ratschlag: Nicht alle Eier in einen Korb legen“, steuerte Finkmann bei.

315 neue Depots

Die Zahlen dazu: Der Wertpapier-Depotbestand bei der Sparkasse Melle beträgt 365 Mio. Euro und stieg damit um 30 Mio. 315 neue Depots kamen in 2017 hinzu. In der Vermögensverwaltung befinden sich 221 Mandate mit 96,4 Mio. Euro. Die durchschnittliche Performance gab Finkmann mit sieben Prozent an. Und: „Gewinner sind die langfristig ausgerichteten Depots mit angemessener Aktienquote.“

Auch die Zahl der Girokonten stieg: Die Sparkasse unterhält 33989 Privatkonten (+ 450) und 3840 Geschäftskonten (+ 40). Jedes Quartal kommen etwa 400 neue Onlinebanking-Nutzer hinzu. „Wir beobachten übrigens einen Trend zum elektronischen Postfach anstelle des Papierkonto-Auszugs“, berichtete Finkmann.

Filialen bleiben

An den Filialen in den Stadtteilen halte die Sparkasse fest, und alle Geschäftsstellen seien 2017 mit kostenlosem W-Lan für die Kunden ausgestattet worden.

„Nach wie vor ist die Sparkasse bei der Kundenreichweite die Nummer eins in Niedersachsen“, berichteten die Vorstände. Auch Stiftung Warentest habe dies positiv bewertet. Deren Fragestellung: Wie viele Bürger der Stadt haben eine Bankverbindung bei der Sparkasse?

Die Immobilienvermittlung der Sparkasse hat 2017 für insgesamt 13 Mio. Euro Kaufpreis Immobilen an Käufer gebracht.

243 Mitarbeiter und 16 Azubis sind bei der Sparkasse beschäftigt. Da sind zehn weniger als 2016. „Zunehmendes Onlinebanking spart Servicepersonal, aber unsere Beratungskapazität wird definitiv nicht schrumpfen“, sagte Theißing.

Und die Gewinne? „Durch Wachstum haben wir den Gewinn halten können“, so Finkmann.


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