Abschlusspräsentation im Festsaal Meller Choreografen beeindrucken mit bunter Show

Von Conny Rutsch


Melle. Bühnenbegeisterung pur: Mit einer bunten Show präsentierten elf junge Frauen am Samstagabend im städtischen Festsaal ihre Abschlussarbeiten zur Choreografenausbildung, die sie an der Meller Landesturnschule durchlaufen haben.

Ob Märchenhaftes, Verträumtes, Sportliches oder Alltägliches: Nichts ließen die Prüflinge aus und zeigten mit Einblicken in ihre Ausbildung, was es heißt, Choreograf zu sein: „Zu einer Bühnenpräsentation, die den Zuschauer buchstäblich vom Hocker reißt, gehören viele verschiedene Aspekte, die in der richtigen Kombination zu etwas Besonderem werden“, erläuterte Sven Kammeyer, Bildungsreferent und Ausbilder an der Meller Landesturnschule.

Aufregung war nicht zu spüren, als die Frauen zum ersten Mal auf die Bühne traten. Erstaunlich, denn sie zeigten nicht nur Performances aus ihrer Ausbildung, sondern immerhin auch drei Abschlusspräsentationen, die ein Teil ihrer Prüfung sind.

Mit viel Gefühl

„Probebühne“ nennt sich das, mit der die Absolventen Ausbildungsinhalte vermitteln und ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Unter dem Titel „Mov-e-motion“ zeigten sie die wunderbare Mischung aus sportlichen Anteilen ihrer Kunst, der Bewegung in Verbindung mit allen möglichen Gegenständen, Kostümgestaltung und nicht zuletzt einer großen Portion an Gefühlen, die sie auf die Bühne brachten.

„Bewegungswelten aus dem gesamten Bereich unserer Turnerbundangebote fließen in die Choreografieausbildung ein ebenso wie die Verbindung zur Musik, die Soloperformance, die Arbeit mit einem Partner oder einer Gruppe“, erklärte Ausbilder Bernd Meier-Fröhlich. Moderator Nils Holzgrefe holte sich immer wieder Interviewgäste auf die Bühne, die den in Deutschland auf diese Weise einzigartigen Ausbildungsgang innerhalb des niedersächsischen Turnerbundes zum Choreografen erklärten. So vielschichtig wie der zukünftige Beruf sein wird, zeigten die Frauen auch ihre Bühnenarbeit äußerst abwechslungsreich. Bewegung und Gefühl verwoben die Prüflinge zu ganz eigenen Szenen: das Großstadtleben, zirzensische Einblicke, den Kontrast zwischen klassischen Ballettbewegungen und Streetdance, und vor allem auch die Verbindung zu alltäglichen Gegenständen. Da rappelte es förmlich in den großen Kartons, die sich zwei der Damen bühnentechnisch zu eigen machten.

Drei Gastgruppen aus Hannover, Bremen und Osnabrück gönnten den Prüflingen zwischendurch immer mal wieder kleine Pausen. Besonders begeisterten hier die Kinder und Jugendlichen der Gruppe „Powergirls“ vom TV 01 Bohmte mit ihrer Bühnenshow. Aber auch die „Jazzies“ aus Hannover und die „Rhythmix“ aus Bremen sowie das Projekt „Tanzen was das Zeug hält“, bekamen viel Beifall für ihre besondere Performancekünste.

Am Ende erhielten die elf Frauen ihre Zeugnisse, Rosen von Beate Holzgrefe, Leiterin der Landesturnschule, sowie Umarmungen ihrer Ausbilder Bernd Meier-Fröhlich, Michaela Wöltjen und Sven Kammeyer.

Sie bestanden ihre Ausbildung zur Choreografin:

Akka Bauche, Bianca Eder, Sarah Emmeln, Elvira Fischer, Kerstin Garrels, Michalina Götz, Daniela Kramp, Soraya Kresin, Sarah Schlüter, Daniela Todeskino, Esther Zittel.