Es flossen Tränen der Rührung „Manuel will leben“: Andrang bei Typisierung in Melle

Meine Nachrichten

Um das Thema Melle Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.


Melle. Knapp 200 Menschen haben sich bei der Aktion „Manuel will leben“ am Samstag im DRK-Zentrum typisieren lassen. Julia Hehemann war die Rührung deutlich anzumerken. „Es ist alles klasse gelaufen, mit so vielen geschulten Helfern aus meiner Familie und meinem Freundeskreis hatte ich nicht gerechnet, es waren sogar Freunde von Freunden dabei“, erklärte die Schwägerin des an Blutkrebs erkrankten Manuel.

Julia Hehemann hatte die Initiativgruppe gegründet, die gemeinsam mit der DKMS die Registrierungsaktion in Melle organisiert hat. Es geht darum, für Manuel irgendwo auf der Welt einen Menschen mit nahezu gleichen Gewebemerkmalen zu finden, der sich als Stammzellenspender und damit als Lebensretter eignet. Denn das ist für den 40-jährigen Familienvater die einzige Überlebenschance.

274 gesunde Menschen im Alter zwischen 17 und 55 Jahren ließen sich Samstag typisieren. Damit wächst die Zahl von weltweit 7,8 Millionen potenziellen Stammzellenspendern in der Datei der DKMS weiter an. So steigen die Chancen für jeden Blutkrebs-Kranken und dadurch auch für Manuel, den passenden Stammzellspender zu finden. Die Teilnehmer haben aber nicht nur einen Wangenschleimhaut-Abstrich gemacht, sondern auch noch 2415,14 Euro für die Arbeit der DKMS gespendet.

30 Helfer dabei

„Wir haben auch Leute gesehen, die einfach nur Geld in die Sammelbox gesteckt haben, ohne sich registrieren zu lassen, meist zwischen 1 und 50 Euro“, hat Simon Stifter festgestellt. „Hier war eine ganz tolle 30-köpfige Helfergruppe am Start, die vor allem den Ansturm am Anfang hervorragend bewältigt hat“, zog der DKMS-Sprecher ein überaus positives Fazit. Inzwischen könne durch die Datei bereits neun von zehn Blutkrebskranken geholfen werden. Das Ziel sei aber eine 100-prozentige Erfolgsquote. Ob durch die Registrierung in Melle genetische Übereinstimmungen mit Hilfesuchenden gefunden werden, kann in zwei bis drei Wochen gesagt werden.

Organisatorin Julia Hehemann richtete ihren Dank an alle Helfer und ebenso an weitere Unterstützer aus der örtlichen Geschäftswelt, die beispielsweise Getränke und Kuchen zur Verfügung gestellt haben.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN