Vorhaben des Nachwuchsgremiums Meller Jugendparlament: Endlich Skateranlage renovieren

Von Michael Hengehold

„Überrascht und echt begeistert“: Moritz Fuchs, inzwischen Vorsitzender, ist zum zweiten Mal Mitglied des Meller Jugendparlaments. Foto: Michael Hengehold„Überrascht und echt begeistert“: Moritz Fuchs, inzwischen Vorsitzender, ist zum zweiten Mal Mitglied des Meller Jugendparlaments. Foto: Michael Hengehold

Melle. Das Meller Jugendparlament absolviert seine zweite Amtszeit. Von Politik und Verwaltung ernst genommen, die Parlamentskollegen voll motiviert dabei – der Vorsitzende Moritz Fuchs ist begeistert und erklärt, was ansteht.

Ist ja nicht so, dass der angehende Bankkaufmann zu Beginn nicht skeptisch gewesen wäre. „Ich habe schon gedacht: Da wird man bestimmt hinten angestellt“, erzählt er über seine Kandidatur für das erste Meller Jugendparlament 2015. Der zweite Gedanke war dann aber: „Mal reinschauen, wie‘s läuft.“ In der ersten Auflage wurde der Wellingholzhausener gleich zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Und wie sich herausstellte, lief die Zusammenarbeit mit der großen Politik und der Verwaltung „einwandfrei, besser hätte man sich das nicht vorstellen können. Wir werden absolut ernst genommen.“ Großes Lob zollt Fuchs Stadtjugendpflegerin Tanja Werges als Bindeglied: „Ohne die wäre eigentlich nix möglich.“

„Die hören aufmerksam zu, aber fordern natürlich auch Ergebnisse“

Zweimal im Jahr trifft sich die Jugendvertretung mit der Verwaltung und erstattet Bericht: „Die hören aufmerksam zu, aber fordern natürlich auch Ergebnisse“, sagt der 18-Jährige, der mit Beginn des Februar in das zweite Lehrjahr eingetreten ist. Als Bankkaufmann. Als Jugendvertreter ist die Lehrzeit beendet, jetzt muss er das Nachwuchsgremium gemeinsam mit seinem Stellvertreter Felix Wiesner führen. Vor allem, wie alle mitziehen, hat ihn „überrascht und echt begeistert“ und „das ist auch der Grund, warum ich es noch mal mache.“ Größter Erfolg des ersten Parlaments: Die zusätzliche Einrichtung eines Nachtbusses freitags von Melle-Mitte nach Osnabrück ab dem 1. August dieses Jahres und, dass der zukünftig auch in den Sommerferien fährt. „Und das ist ja nicht mal nur für Jugendliche.“

Wieder vergünstigtes Filmangebot

Zwei Sitzungen hat das neue 17-köpfige Gremium bislang absolviert. Fuchs, schon ganz staatsmännisch: „Ich bin froh über die alten Gesichter, weil es ohne Erfahrung nicht geht. Aber auch über die neuen; die bringen Motivation, Emotion und Anregungen.“ 17 Köpfe, die sich 17 Themen in 17 Arbeitsgruppen vorgenommen haben. Immer wieder gefragt zum Beispiel: ein Kino in Melle-Mitte. Das wird aber wohl nie mehr etwas werden, also kooperiert das Jugendparlament mit den Else Lichtspielen in Bruchmühlen. Für „Fack ju Göthe 3“ bekamen Jugendliche vier Euro Rabatt. Wenn sie flott genug waren, denn die drei Vorstellungen waren schnell ausverkauft. „Ich habe selber keine Karte mehr bekommen.“ Das Angebot wird eine Neuauflage erfahren. Eventuell diesmal sogar mit zwei vergünstigten Streifen, für die Jüngeren und ältere Jugendliche. Die Filmauswahl läuft gerade.

„Sobald das neue Fifa raus ist“

Außerdem will das Jugendparlament mehr auf sich aufmerksam machen, bei der letzten Wahl fiel die Wahl nämlich aus, weil sich nur genau 17 Kandidaten gemeldet hatten, die deshalb ohne Votum Vertreter ihrer Altersgenossen wurden. Dazu dient ein Din-A4 großer Flyer mit den Gesichtern aller Parlamentarier, der demnächst in Schulen und Bussen Werbung machen soll. Außerdem planen die Jugendlichen Open-Air-Veranstaltungen - Musik und/oder Konzerte, je nachdem, was realisierbar ist -, eigene Ferienpassangebote („Da sind ja die zukünftigen Anwärter für uns“), wollen dafür sorgen, dass endlich die Skateranlage renoviert wird und haben noch ein paar Kleinigkeiten in petto, wie eine Neuauflage des Fifa-Turniers, „sobald das neue Fifa raus ist“.

Wem das nicht genug ist: „Alle sind bei unseren Sitzungen herzlich willkommen. Wir sind immer dankbar für Tipps, Anregungen und Kritik.“