Blumenkronen und „Selfie Spiegel“ Aktuelle Trends bei der Hochzeitsmesse in Melle


pm/dah Melle. Eine Hochzeit soll gemeinhin zum schönsten Tag des Lebens werden. Anregungen, Ideen und Gestaltungsmöglichkeiten zum Hochzeitsfest bot die 23. Meller Hochzeitsmesse heiratsfreudigen Besuchern im Hotel Van der Valk.

Weiße Kleider für die Braut, elegante Anzüge für den Bräutigam und schicke Abendgarderobe für die Hochzeitsgesellschaft – ein Höhepunkt der Messe waren die groß angelegten Modenschauen von Modehäusern und Brautmodengeschäften aus Melle und Umgebung. Wer mochte, konnte Kleider und Dreiteiler anschließend in einem extra hergerichteten Raum sofort am eigenen Leib bemustern. „Wir haben eine klasse Bühnenshow, die nach all den Jahren immer noch Innovationen aufzeigt“, sagte Mitorganisatorin Anja Sünderhuse auf Nachfrage. Der „Traum in Weiß“ ist eine Sache, dazu passende Frisur und Make-up eine andere. Friseure zeigte auf der Bühne, wie aufwendige Frisuren selber gesteckt werden können. Aktuelle Haartrends und die zugehörige Kosmetik fanden ihren Weg auf den Laufsteg. An den Messeständen wurde dank einer Auswahl an Dessous auch gleich an die Hochzeitsnacht gedacht.

„Selfie-Spiegel“ als alternative Fotobox

Ein aktuelles Trendthema im Bereich der Floristik sind die Blumenkronen oder auch „Flower Crowns“, die etwa von der Braut auf dem Kopf getragen werden. Besucher konnten die Kränze nicht nur begucken, sondern in einem Workshop auch selber herstellen. Auch eine mobile Fotobox, in der sich Gäste am Abend selber verewigen können, findet immer öfter den Weg auf Hochzeitsfeste. Einen neuen Ansatz dieses Konzeptes bietet ein „Selfie-Spiegel“. Dieser verfügt über eine integrierte Kamera, die den Benutzer gleich in voller Lebensgröße aufnimmt. Auf Wunsch schickt der Spiegel das Foto direkt aufs Smartphone oder druckt es vor Ort aus. Wer das Fotografieren aber doch lieber einem Profi überlässt, konnte sich bei den jeweiligen Experten ebenfalls über Fotos, Karten und Druckprodukte oder auch Filmproduktionen informieren.

Oldtimer oder Kutsche?

Ein amtliches Gefährt für die Eheleute in spe darf natürlich auch nicht fehlen: Bereits im Eingangsbereich begrüßten ein Oldtimer, Stretch-Limousinen oder Pferde-Kutschen die Besucher als möglichen Untersatz für die feierliche Fahrt von Trauung zu anschließender Feier. Beim Zeltverleih fanden angehende Brautleute wiederum die passende Überdachung für ein Fest im heimischen Garten. Und auch der Messestandort selbst präsentierte sich mit Führungen und einem Informationsstand gleichzeitig als Lokalität für Hochzeitsfeiern. Doch ohne Musik keine Feier – ob vom DJ oder von der Liveband wird dann auch schon mal zur Glaubensfrage. Eine Band zeigte direkt vor Ort ihr Repertoire, während eine Eventagentur als Ansprechpartner für Musik vom Band zur Verfügung stand. Und wo die Musik spielt, wird auch getanzt. Damit jeder Schritt sitzt, informierte eine Osnabrücker Tanzschule über angebotene Kurse.

An Konzept festhalten

Von der großen Auswahl an Trauringen konnten sich die Besucher ebenso überzeugen wie von aufwendigen Hochzeitstorten. Das Standesamt Melle informierte rund um die standesamtliche Trauung, aber auch alternative Möglichkeiten der Trauung wurden aufgezeigt. „Gerade junge Menschen feiern sehr kreativ und individuell“, sagte Sünderhuse. Auch deshalb waren in diesem Jahr Junggesellen- und Junggesellinnen-Abschiede ein Thema auf der Meller Hochzeitsmesse.

Das Organisationsteam um Sünderhuse, Stefanie Biernot, Julia Hofmann, Roman Bäumer und Raphael Stock ist nach eigener Angaben sehr zufrieden mit der diesjährigen Messe. Nach ihren Schätzungen hatte diese rund 1.000 Besucher. Der Eintritt zur Veranstaltung war wie im Vorjahr frei. Laut Sünderhuse ist es zwar immer wieder eine Herausforderung, die Veranstaltung mit Spenden und Sponsoren zu finanzieren, die Organisatoren wollen aber dennoch an dem Konzept festhalten.