Am Samstag Typisierungsaktion Familienvater aus Melle sucht genetischen Zwilling

Von Simone Grawe

Eine Stammzellenspende ist seine einzige Überlebenschance: Manuel hofft auf den „genetischen Zwilling“ bei der Typisierungsaktion am Samstag in Melle. Foto: DKMSEine Stammzellenspende ist seine einzige Überlebenschance: Manuel hofft auf den „genetischen Zwilling“ bei der Typisierungsaktion am Samstag in Melle. Foto: DKMS

Melle. „Manuel will leben“ unter diesem Motto ruft die DKMS (Deutsche Knochenmarkspenderdatei) am Samstag, 3. Februar, von 11 bis 15 Uhr zu einer Typisierungsaktion im DRK-Zentrum an der Bismarckstraße in Melle-Mitte auf. Wer gesund und zwischen 17 und 55 Jahre alt ist, kann helfen.

Für den Familienvater aus Melle wird ein „genetischer Zwilling“ gesucht. Der 40-Jährige ist an Blutkrebs erkrankt, und eine Stammzellenspende ist seine einzige Überlebenschance. Sein gesundheitlicher Zustand ist gegenwärtig sehr schlecht. Mehrmals muss der Meller das Krankenhaus ambulant aufsuchen, um Plasma zu erhalten. Er ist entsprechend geschwächt und steht deswegen für ein Gespräch mit unserer Redaktion nicht zur Verfügung.

Registrierung ist wichtig

Manuel kann nur überleben, wenn es – irgendwo auf der Welt – einen Menschen mit nahezu den gleichen Gewebemerkmalen gibt, der zur Stammzellspende bereit ist: „Deshalb ist es wichtig, dass sich möglichst viele Menschen als potenzielle Stammzellspender registrieren lassen. Denn nur dann können sie als Lebensretter gefunden werden“, berichtet Julia Hehemann. Sie ist eine enge Freundin von Manuel und gründete die Initiativgruppe, die gemeinsam mit der DKMS die Registrierungsaktion in Melle organisiert. Seit Weihnachten ist der Vater von drei Kindern krank, doch erst Anfang Januar konnten die Ärzte in der Uniklinik Münster die Diagnose stellen: Blutkrebs. Die Zeit drängt, denn die Erkrankung ist weit fortgeschritten.

Auch Geldspenden werden benötigt, da der gemeinnützigen Gesellschaft allein für die Registrierung eines jeden neuen Spenders Kosten in Höhe von 35 Euro entstehen. Bürgermeister Reinhard Scholz unterstützt als Schirmherr das Engagement.

Einfach und schnell

Die Registrierung geht einfach und schnell: Nach dem Ausfüllen einer Einverständniserklärung wird beim

Spender ein Wangenschleimhautabstrich mittels Wattestäbchen durchgeführt, damit die Gewebemerkmale im Labor bestimmt werden können. Spender, die sich bereits in der Vergangenheit bei einer Aktion registrieren ließen, müssen nicht erneut mitmachen. Einmal aufgenommene Daten stehen auch weiterhin weltweit für Patienten zur Verfügung.

Da die DKMS als gemeinnützige Gesellschaft im Kampf gegen Blutkrebs auf Spendengelder angewiesen ist, wird um finanzielle Unterstützung gebeten.