Offener Brief an Bürgermeister Gefahr vor Kita Meller: Kommt ein Zebrastreifen?

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Gefährlich: Vor der Kita Charlys Kinderparadies gibt es keinen Zebrastreifen, lediglich ein Mittelinsel schützt die Fußgänger beim Überqueren der Straße.Gefährlich: Vor der Kita Charlys Kinderparadies gibt es keinen Zebrastreifen, lediglich ein Mittelinsel schützt die Fußgänger beim Überqueren der Straße.

Melle. Das kann gefährlich werden: Vor der Kita Charly‘s Kinderparadies ist das Überqueren der Straße nicht immer leicht, mahnt ein besorgter Vater an. Auf seine Anregung hin will die Stadt die Situation alsbald überprüfen.

„Meine Zufriedenheit mit der Einrichtung ist groß, aber von Anfang an war ich über die Verkehrssituation davor überrascht“, äußert sich Uwe Langnickel in einem „offenen Brief“ an Bürgermeister Reinhard Scholz. Darin schreibt der stolze Vater eines nun zweijährigen Sohnes, der seit einem Jahr die Kinderkrippe von Charly‘s Kinderparadies besucht, dass der Überqueren der Riemsloher Straße nicht gerade leicht sei.

Ihm sei es passiert, dass er bei morgendlicher Dunkelheit mit dem Sohn auf dem Arm von einem ziemlich rücksichtslosen Autofahrer bedrängt und angehupt worden sei: „Leider fehlen direkt vor dem Haus Parkplätze, und alle Eltern müssen von dem gegenüber liegenden Parkplatz ihre Kinder bringen und abholen“, heißt es in dem Brief.

Nur noch eine Mittelinsel

Er könne sich noch gut daran erinnern, dass vor einigen Jahren an dieser Stelle auf der Riemsloher Straße ein Zebrastreifen existierte. Davon sei bis heute bis auf eine Mittelinsel nichts mehr geblieben, bedauert Uwe Langnickel.

„Als leidenschaftlicher Autofahrer weiß ich es zu schätzen, schnell ans Ziel zu kommen. In diesem Fall überwiegt aber meine Empörung und Sorge um das Wohl meines Kindes, denn abgesehen von dem Zebrastreifen gibt es an der Stelle eben auch keine Fußgängerampel, keine Geschwindigkeitsbegrenzung, ja noch nicht einmal Warnschilder“, moniert der Vater.

Er appelliert daher im Interesse der Familien und Kinder an die Stadt, den Zustand zu verändern, damit man in dieser Hinsicht von einem familienfreundlichen Melle sprechen könne. Dies gelte umso mehr, als sich in unmittelbarer Nachbarschaft eine Altenhilfeeinrichtung und das diakonische Beratungszentrum befänden.

Nehmen Bedenken ernst

„Wir nehmen die Bedenken des Vaters ernst. Die Angelegenheit wird jetzt vom Ordnungsamt geprüft, insbesondere unter Berücksichtigung des Wunsches nach einem Zebrastreifen, nach einer Warnbeschilderung und nach einer Geschwindigkeitsreduzierung. Das Ergebnis der Überprüfung wird dem Verfasser des offenen Briefes dann unverzüglich mitgeteilt“, teilt Jürgen Krämer auf Nachfrage unserer Redaktion mit.

Unmittelbar vor Charly’s Kinderparadies habe die Stadt bereits vor Jahren ein eingeschränktes Halteverbot ein eingerichtet, führt der Mediensprecher aus. Dieses ermöglicht motorisierten Eltern, ihre Kinder direkt vor dem Gebäude gefahrlos ein- und aussteigen zu lassen. Die bauordnungsrechtlich erforderlichen zwei Einstellplätze seien auf dem Grundstück von Charly’s Kinderparadies vorhanden.

Die von dem Verfasser angesprochene Verkehrsinsel erfüllt in erster Linie zwei wesentliche Funktionen: Sie trägt zum einen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit von schwächeren Verkehrsteilnehmer beim Überqueren der Riemsloher Straße bei; zum anderen soll die Verkehrsinsel auf den Autofahrer wie eine optische Barriere in der Fahrbahnmitte wirken, die deutlich macht, dass gerade an dieser Stelle mit einem gewissen Fußgängeraufkommen zu rechnen sei, führt Jürgen Krämer aus.


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