Scheune dient als Feuerwehrhaus Mannschaftswagen aus Melle-Groß Aschen in privater Obhut

Von Norbert Wiegand


Riemsloh. Bereits seit zwei Jahren steht der Mannschaftstransportwagen (MTW) der Groß Aschener Feuerwehr in der Scheune von Friedrich Schröder. „Unter Kameraden hilft man sich doch“, begründet der ehemalige Feuerwehrmann seine kostenlose Unterstützung, die die Stadt keinen Cent kostet.

„Allerdings muss es jetzt bald mit dem Bau des dringend benötigten neuen Feuerwehrhauses losgehen“, weist der 86-Jährige auf Nachteile dieser Behelfslösung hin. So gibt es in seiner Scheune keine Lademöglichkeiten für Batterien und elektrische Geräte, bei Einsätzen gibt es Zeitverluste durch weitere Wege zwischen Ausrüstung und Fahrzeug. Die Vereinbarung für zwei Jahre ist jetzt zwar abgelaufen, aber er will noch mal bis zur Fertigstellung des neuen Feuerwehrhauses im Herbst verlängern. „Ich übernehme jedoch keine Haftung für Schäden am Fahrzeug“, betont er.

Neues Fahrzeug

„Wir bekommen im Frühjahr oder Sommer unser neues Tragkraftspritzenfahrzeug mit Wassertank (TSF – W), dafür ist unsere derzeitige Einzelgarage zu niedrig“, erklärt Ortsbrandmeister Hartmut Rahe die schwierige Lage der Freiwilligen Feuerwehr Groß Aschen. „Wir brauchen dann spätestens zum Winter eine frostfrei beheizbare Unterstellmöglichkeit, denn im Notfall kann man nicht mit Eis löschen“, ergänzt er.

Zuversichtlich

Laut des städtischen Feuerwehr-Gebäudekonzeptes von 2012 war bereits für das Vorjahr der Bau einer großen Doppelgarage mit Umkleideräumen für beide Geschlechter vorgesehen. Rahe und der stellvertretende Ortsbrandmeister Jörg Reinert sind nach entsprechenden Signalen der Stadt zuversichtlich, dass es jetzt dieses Jahr etwas mit neuen Feuerwehrhaus werden wird. Das alte TSF-W von 1992 sei nicht mehr zeitgemäß. Das neue Gebäude soll direkt neben dem bisherigen Domizil entstehen, sodass die Materiallager und alten Gemeinschaftsräume weiterhin genutzt werden können.

Keine Sorgen

Bis zur Fertigstellung des neuen Gebäudes brauchen sich die Groß Aschener keine Sorgen um die (leicht verzögerte) Einsatzbereitschaft ihrer Feuerwehr zu machen. Denn Friedrich Schröders Scheune mit dem stets fahrbereiten MTW befindet sich direkt auf der gegenüber liegenden Straßenseite in etwa 100 Metern Entfernung.