Multivisionsvortrag über Königsbrück Heimatverein Melle startet in die 100-Jahr-Feier

Gemeinsam mit den Organisatoren der 100-Jahr-Feier, Uwe Plaß (rechts) und Jürgen Krämer (links), nahmen (von links) Sabine Freifrau von Richthofen, Karl-Friedrich Freiherr von Richthofen und Fritz-Gerd Mittelstädt die grundlegend sanierte Landkarte aus der Zeit um 1700 in Augenschein. Foto: Heimatverein MelleGemeinsam mit den Organisatoren der 100-Jahr-Feier, Uwe Plaß (rechts) und Jürgen Krämer (links), nahmen (von links) Sabine Freifrau von Richthofen, Karl-Friedrich Freiherr von Richthofen und Fritz-Gerd Mittelstädt die grundlegend sanierte Landkarte aus der Zeit um 1700 in Augenschein. Foto: Heimatverein Melle

Melle. Gehaltvoller Vortrag, hervorragende Besucherresonanz: Mit einem Multivisionsvortrag zum Thema „Königsbrück – Auf Wegen seiner 1000-jährigen Vergangenheit“ hat Karl-Friedrich Freiherr von Richthofen in der Alten Posthalterei den Veranstaltungsreigen zum 100-jährigen Bestehen des Heimatvereins Melle offiziell eröffnet.

Vor mehr als 75 interessierten Bürgern wies der Referent nicht ohne Stolz darauf hin, „dass meine Ehefrau und ich den Jubiläumsverein seit nunmehr 50 Jahren als Mitglieder begleiten und somit ebenfalls ein Jubiläum feiern können“. Der Heimatverein selbst sei eingebettet in zwei denkwürdige Jubiläen – das 500-jährige Reformationsgedenken, das im vergangenen Jahr begangen wurde, und die 850-Jahr-Feier der Stadt Melle, die in der Zeit vom 28. bis zum 30. Juni 2019 mit einem großen Festwochenende verbunden sein wird.

Regionale Wege der Reformation

In seinem viel beachteten Vortrag ging Friedrich von Richthofen auf die wechselvolle 1000-jährigen Geschichte von Königsbrück ein, streifte dabei auch die regionalen Wege der Reformation und Konfessionsbildung. Besondere Erwähnung fanden in seinen Ausführungen unter anderem die vier in aufrechter Verbindung zur evangelischen Kirche stehenden Dynastien von Nagel, von Ledebur, von dem Bussche und von Platen Hallermund, die jede auf ihre Weise Königsbrück einen ganz besonderen Stempel aufdrückten.

Landkarte von 1700

Abgerundet wurde die Veranstaltung durch die Präsentation einer aus der Zeit um 1700 stammenden Landkarte, in deren Mittelpunkt Schloss Königsbrück und das angrenzende Umland stehen. Diese stumme Zeugin aus längst vergangenen Zeiten hatte Vorsitzender Uwe Plaß vor einiger Zeit in einer Kiste im Grönegau-Museum entdeckt. Inzwischen wurde das gute Stück grundlegend restauriert und stieß bei den Besuchern des Vortragsabends auf großes Interesse.


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