Noah weiter an Spitze der Jungen Sophie löst Marie in Melle als beliebtesten Namen ab

Die beliebtesten Vornamen 2017 in Melle waren Noah und Sophie. Melle erlebte einen Geburtenrekord. Symbolfoto: Waltraud Grubitzsch/dpaDie beliebtesten Vornamen 2017 in Melle waren Noah und Sophie. Melle erlebte einen Geburtenrekord. Symbolfoto: Waltraud Grubitzsch/dpa

Melle. Noah und Sophie sind die beliebtesten Vornamen in Melle 2017. Das gab die Stadt Melle auf Basis der Jahresstatistik des Standesamtes nun bekannt. Zudem verbuchte die Stadt einen neuen Geburtenrekord.

Der Spitzenreiter bei den männlichen Vornamen in Melle ist Noah. Zehn Neugeborene erhielten diesen Namen. Auf Platz zwei folgt Henry(i) mit acht Nennungen. Dahinter liegen Elias, Leo und Lukas mit jeweils sieben sowie Alexander, Anton, Ben, Milan und Paul mit je sechs Nennungen. Bereits im Jahr 2016 hatte der Name Noah zusammen mit Fy(i)nn (je neun) die Liste angeführt. (Weiterlesen: erstes Baby 2018 in Melle)

Bei den weiblichen Vornamen hat sich Sophie mit 13 Nennungen in 2017 den Spitzenplatz von Marie zurückerobert. Schon 2015 hatte der Vorname Sophie in seinen verschiedenen Schreibweisen an der Spitze der Beliebtheitsskala gestanden. Zu den beliebtesten weiblichen Vornamen zählten in 2017 darüber hinaus Marie mit zwölf, Hanna(h) und Mila (je zehn) sowie Emma mit neun Nennungen.

Zudem halte laut einer Pressemitteilung der Stadt der Trend, dem Kind nur einen Vornamen zu geben an. 623 der insgesamt 821 Neugeboren erhielten nur einen Namen. 187 Kinder bekamen einen Doppelnamen. Lediglich elf Kinder erhielten drei Vornamen. Mehr als drei Vornamen für ein Kind wurden auch 2017 nicht erteilt. (Mehr zum Thema: Emily ist das 800. Baby in Melle 2017)

Geburtenrekord

821 Geburten in Melle ist ein neuer Rekord. Das seien zwölf Prozent mehr als im Jahr 2016, als im Grönegau insgesamt 735 Kinder das Licht der Welt erblickten. Zum Vergleich: Im Jahr 2015 waren in der Stadt Melle insgesamt 524 Mädchen und Jungen zur Welt gekommen. Verglichen mit den Zahlen aus dem Jahr 2013 (500 Geburten) nahm die Zahl um 64 Prozent zu.

Die steigenden Geburtenzahlen bedeuten allerdings keinen Zuwachs bei der Meller Bevölkerung. Denn der Wohnort von 59 Prozent der Eltern liegt außerhalb von Melle. „Durch die Schließungen des Krankenhauses in Dissen und durch die Auflösung der Entbindungsstation der Krankenhäuser in Bünde und Ostercappeln in den vergangenen Jahren hat sich der Einzugsbereich des Christlichen Klinikums erweitert und führt somit zu mehr Geburtsbeurkundung im Standesamt Melle“, teilte Krämer mit. Auffällig sei eine Zunahme der Eltern aus dem Bereich der Stadt Osnabrück.

Aus den 821 Geburten, die im Jahr 2017 registriert wurden, gingen 408 Jungen und 413 Mädchen hervor. Zum Vergleich: Im Jahr 2016 waren es 376 männliche und 359 weibliche neue Erdenbürger.

Mehr unverheiratete

Als geburtenstärkste Monate erwiesen sich im Jahr 2017 der August (89) sowie der Juni (87). Als die geburtenschwächsten Monate weist die Statistik 2017 den April (49) und den Dezember (54) aus. Der Trend aus den Jahren 2015 und 2016, wonach die Eltern bei jeder vierten Geburt nicht miteinander verheiratet waren, setzte sich auch 2017 fort. Im vergangenen Jahr waren 74 Prozent der Eltern miteinander verheiratet. Zum Vergleich: 2016 betrug dieser Wert 76 Prozent und 2015 insgesamt 78 Prozent.

Weniger Sterbefälle

Die Anzahl der Sterbefälle reduzierte sich im Jahr 2017 im Vergleich zum Vorjahr leicht. So verstarben im Jahr 2017 472 Menschen – in 2016 waren es 507 und im Jahre 2015 457 Personen. Hierbei handelte es sich der aktuellen Statistik für das Jahr 2017 zufolge um 222 männliche und 250 weibliche Personen. In den Monaten Juni (21) und Juli (30)starben die wenigsten Menschen, wohingegen im Januar (55) und im Februar (53) die Zahl der Sterbefälle am höchsten ausfiel.

Zahl der Eheschließungen stabil

Die Zahl der Eheschließungen pendelt sich in Melle auf gut 200 ein. Während sich im Jahr 2017 224 Paare das Ja-Wort gaben, waren dies im Jahr zuvor 215 und im Jahr 2015 nur 191. Als die beliebtesten Heiratsmonate erwiesen sich der September (30) und der Dezember (28). Wenige Eheschließungen waren im Januar (zwei) und im Februar (acht) zu verzeichnen. Bei der Namensführung einigten sich 198 Paare auf einen gemeinsamen Familiennamen, wobei in 174 Fällen der Nachname des Mannes und in 24 Fällen der Nachname der Frau gewählt wurde. Elf Partner einen Doppelnamen und 26 Paare verständigten sich darauf, keinen gemeinsamen Familiennamen zu führen. Nachdem zum 1. Oktober 2017 die „Ehe für alle“ eingeführt worden war, kam es zur Umwandlung einer gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaft in eine Ehe sowie zu weiteren zwei Eheschließungen von gleichgeschlechtlichen Paaren. Die Eheschließungen fanden im Jahre 2017 zum überwiegenden Teil im Rathaus statt. 17 Paare gaben sich auf Schloss Gesmold das Ja-Wort, und eine Eheschließung erfolgte in der Alten Posthalterei.

Mehr Kirchenaustritte

Im Vergleich zu 2016 erhöhte sich im Berichtszeitraum die Zahl der Kirchenaustritte. Aus den Kirchen traten insgesamt 194 Personen aus. 2016 lag die Zahl der Austritte 151. Hierbei handelte es sich um 115 Austritte aus der evangelisch-lutherischen Kirche, 75 Austritte aus der römisch-katholischen Kirche und um drei Austritte aus der evangelisch-reformierten Kirche.


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