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11.01.2018, 15:46 Uhr KOMMENTAR

Glück für Meller Landwirte

Ein Kommentar von Konstantin Stumpe


Symbolfoto: Mathias EngelkenSymbolfoto: Mathias Engelken

Melle. Auf den ersten Blick scheint der Erlass des niedersächsischen Landwirtschaftsministeriums ein Freibrief für Landwirte zu sein, die ihre überschüssige Gülle loswerden müssen. Auf den zweiten Blick wird jedoch klar: Zuvor müssen alle Alternativen ausgelotet werden. Hier handeln die Meller Landwirte vorbildlich.

Ohne großen bürokratischen Aufwand helfen sich die Meller Landwirte, wenn dem einen oder anderen die stinkende Flüssigkeit zu Kopf zu steigen droht. Dass das so schnell und unkompliziert klappt, haben die Meller aber auch zu einem großen Teil dem Glück zu verdanken. Anders als in weiten Teilen Niedersachsens scheinen die Bodenverhältnisse hier trotz des starken Regens akzeptabel gewesen zu sein, sodass trotz der Feuchtigkeit gedüngt werden konnte.

Dieses Glück hilft den Landwirten jedoch nicht nur kurz- sondern auch langfristig. Denn ein Hof, der einmal den Antrag auf Düngung mit Gülle in der Sperrfrist oder auf den Bau zusätzlicher Güllelagunen gestellt hat, der wird von der Landesregierung womöglich dazu aufgefordert, sich auf derartige Situationen besser vorzubereiten und entsprechende Lagerkapazitäten zu schaffen. Das wäre jedoch mit erheblichen Kosten verbunden.


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