Es war eine Lungenentzündung Spekulationen um tote junge Wildschweine in Melle

Von Sigrid Sprengelmeyer

Meine Nachrichten

Um das Thema Melle Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Zwei in Buer tot aufgefundene Wildschweine sind offenbar an einer natürlichen Ursache gestorben. Symbolfoto: dpaZwei in Buer tot aufgefundene Wildschweine sind offenbar an einer natürlichen Ursache gestorben. Symbolfoto: dpa

Buer. Nachdem sich kurz nach Weihnachten die angebliche Sichtung eines Wolfes als nicht ganz richtig herausstellte, sorgt nun der Fund zweier toter Wildschweine in Holzhausen für Aufsehen innerhalb der Jägerschaft. Wie eine Obduktion ergab, ist jedoch ein Schwein schlicht an Lungenentzündung gestorben.

Nach Angaben von Jürgen Greife, Hegeringsleiter in Buer, seien die jungen Wildschweine angeblich angeschnitten aufgefunden worden. Das bedeutet, dass möglicherweise ein wilderndes Tier die beiden gerissen haben könnte. Manch einem drängt sich da natürlich wieder der Gedanke an den Wolf auf.

Aber auch eine andere Sorge besteht. Die afrikanische Schweinepest ist auf dem Vormarsch. Sie breitet sich mit einer Geschwindigkeit von 300 Kilometern im Jahr von Ost nach West aus. In Tschechien wurden alle Wildschweine und Mastbestände in den ausgewiesenen Sperrgebieten getötet, um das Virus einzudämmen.

Die Gefahrt ist der Meller Jägerschaft bewusst. Als Schwerpunktthema fand das Thema Platz in der vergangenen Herbstversammlung.

„Um die Todesursache der beiden Holzhauser Wildschweine abzuklären, wurden sie eingeschickt und beprobt“, erläutert der Hegeringsleiter. Laut Analyse eines Instituts für Virusdiagnosti brachten jedoch wder Wolf noch Schweinepest, sondern ganz profan eine Lungenentzündung eines der Jungschweine zur Strecke. Die Todesursache des zweiten Wildschweins ist noch nicht geklärt, jedoch können auch in dem Fall Schweinepest, Wolf und das Aujeszky- Virus (auch Pseudo-Wut genannt) bereits ausgeschlossen werden.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN