Ein Artikel der Redaktion

Zukunftsfähige Lösungen gefragt Ortsrat Bruchmühlen sucht nach Ideen für Bahnhof

Von Petra Ropers | 27.02.2019, 14:30 Uhr

Gibt es eine Zukunft für das Bahnhofsgebäude in Bruchmühlen? Diese Frage stellte sich jetzt der Ortsrat bei seiner Sitzung im Torbogenhaus.

Ideen sind gewünscht – aus dem Ortsrat, aber auch aus der Bevölkerung. Potenzielle Investoren dürften sich ebenfalls gerne melden, warb Ortsbürgermeister Axel Uffmann.

Erhaltenswerter Gebäudeteil

Zur Zeit habe das Bahnhofsgebäude noch einen Mieter, der unter Umständen erst im Sommer ausziehe. Zudem sei in beiden Gebäudeteilen eine Relaisstation der Bahn untergebracht. Ob die Bahn bereit wäre, diese Station anderweitig unterzubringen, müssten Gespräche erst noch klären.

Dessen ungeachtet stellt sich dem Ortsrat die Frage nach der Zukunft der beiden Gebäude. Nach Einschätzung eines Architekten wäre, berichtet der Ortsbürgermeister, der alte Gebäudeteil durchaus erhaltenswert. „Ist vielleicht eine Nutzung durch Vereine möglich?“ überlegte Uffmann. Gedankenspiele sind erlaubt. So dienen andernorts alte Bahnhofsgebäude etwa als Ausstellungsraum. In Dissen verwandelten sich Teile des alten Bahnhofs in einen rege frequentierten Jazz-Club.

Für „nicht nutzbar und nur noch abrissfähig,“ hält dagegen Felix Hellmann (CDU) die beiden Gebäudeteile. Christina Tiemann (CDU) wies darauf hin, dass auf jeden Fall zunächst das Umfeld ordentlich hergerichtet werden müsse. Überlegungen fordert unabhängig von der Gebäudefrage auch die Parkplatzsituation: Es fehle an Parkplätzen nördlich der Bahn erinnerte Uffmann an ein schon mehrfach diskutiertes Problem.

Zusätzliche Parkplätze

Denkbar wären für den Ortsrat zusätzliche Parkplätze angrenzend an jene, die am Schwarzen Weg geschaffen wurden. Sinnvoll sei es dabei, die Arbeiten mit der Bahn abzustimmen und so Synergieeffekte bei der Sanierung der Bahnsteige zu nutzen. Nach dem Willen des Ortsrates soll die Verwaltung klären, welche Möglichkeiten es gibt, wie diese gegebenenfalls umsetzbar wären und ob sie mit der Bahn abgestimmt werden könnten.

Während der Bahnhof noch auf Ideen wartet, ist die Erweiterung der Schule schon in der Planungsphase. Zwar müssen die architektonischen Details noch konkretisiert werden. Doch die Haushaltsmittel sind angemeldet und die Entscheidung über die zu realisierende Variante ist getroffen. Dabei sieht die Planung anstelle der laut Schülerzahlenprognose benötigten sieben gleich acht Klassenräume vor. „Das ist sehr zukunftsweisend“, lobte Christina Tiemann die Entscheidung auf Stadtebene.

Das ehrgeizige Ziel: Bereits Ende der Sommerferien 2020 sollen die Schüler in den zweigeschossigen Anbau einziehen können, der dort entsteht, wo sich derzeit die Fahrradständer befinden. Die Sanierung des Bestandsgebäudes folgt dann laut Plan ab 2021.

Notizen aus dem Ortsrat

Keine Dorferneuerung: Der Antrag der Verbundregion Buer-Riemsloh-Bruchmühlen auf Mittel aus dem Dorferneuerungsprogramm wurde abgelehnt. Das berichtete Ortsbürgermeister Axel Uffmann in der Sitzung des Ortsrates. Bruchmühlen hatte gehofft, für den Bahnhof von der Förderung profitieren zu können.

Brücke kommt: Radler müssen an der Else derzeit einen Umweg fahren: Die einsturzgefährdete Holzbrücke nahe des Torbogenhauses ist bereits abgerissen. Es sei jedoch eine neue als Metallkonstruktion in der Planung, berichtete der Ortsbürgermeister. Die Umsetzung erfolgt aller Voraussicht nach im Frühsommer.

Kurze Warteliste: Die Containerlösung für den Kindergarten Bruchmühlen habe sich ausgezahlt, erklärte der Ortsbürgermeister: Auf der Warteliste stehen derzeit nur zwei Kinder für den Kindergarten sowie fünf für die Krippe. Ein Anbau sei beschlossen. Allerdings stehe Bruchmühlen erst an dritter Stelle der Prioritätenliste hinter Wellingholzhausen und Oldendorf.