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Nachhaltiger Umgang mit Ressourcen IGS Melle transatlantisch in Costa Rica aktiv

Von PM. | 26.08.2019, 14:35 Uhr

Die Gesamtschule Melle gibt den Startschuss für die Schulpartnerschaft mit Costa Rica. Im Vordergrund stehen Fragen des Umweltschutzes und er Nachhaltigkeit. „Globale Probleme brauchen globale Partnerschaften“, so lautet der Tenor.

9200 Kilometer, ein Ozean vieles andere trennen Costa Rica und die Stadt Melle, doch ein Ziel haben drei lateinamerikanische Schulleiter und die Integrierte Gesamtschule Melle und die Kooperative Gesamtschule Schinkel gemeinsam: sie möchten, dass ihre Schüler gemeinsam an Themen des nachhaltigen Umgangs mit Ressourcen, des Umweltschutzes und anderen UNESCO-Themen arbeiten.

Details besprachen die Leiter des costa-ricanischen „Colegio Humanistico Costarricense“ mit drei seinen Standorten nun bei einem ersten Besuch in Melle mit der Projekt-Initiatorin und Naturwissenschaftslehrerin Melanie Cronshagen, Schulleiterin Kerstin Lemke und drei Spanischlehrern der IGS. Ein erster Schüleraustausch soll bereits im kommenden Jahr durchgeführt werden soll. „Vor dem Sommer besuchen uns, unsere elfte Klasse, die Gäste aus Costa Rica, im Herbst werden wir mit Schülern der dann zwölften Klasse nach Heredia fliegen und auch die Schule in Nicoya und Coto besuchen“, so Cronshagen, die fasziniert ist von ihren Eindrücken bei einem ersten vor-Ort-Besuch.

Nach dieser gemeinsamen Besprechung stellten Schüler aus den Spanischkursen der IGS ihre Schule und ihre Heimatstadt den lateinamerikanischen Gästen in einer spanischen Präsentation vor und lauschten den Berichten der zukünftigen Partner über das wohl fortschrittlichste Land Zentralamerikas, in dem Umweltschutz seit mehr als 60 Jahren ganz oben auf der politischen Agenda steht. „Es ist faszinierend, dass ein Land mit immerhin fünf Millionen Einwohnern es schafft, all seinen Strombedarf über regenerative Energien zu decken“, so eine Schülerin.

Die IGS Melle ergänzt mit ihrem Engagement eine bereits bestehende Schulpartnerschaft der KGS Schinkel in Osnabrück mit den Lateinamerikanern. Ein wichtiger Partner ist zudem das Costa-Rica-Zentrum der Universität in Osnabrück. Ein besonderer Schwerpunkt liege dabei auf der Erforschung zukunftsbasierter, interkultureller sowie gesellschaftlicher Aufgaben.

"Lunge der Erde"

Die 15 Schüler aus Costa Rica, die die drei Schulleiter nach Osnabrück an die KGS Schinkel begleiten, arbeiten bei ihrem Austausch an der KGS Schinkel zum Thema „Lunge der Erde – unser Wald / el pulmon de la tierra – la selva“. Ein Aspekt, der auf beiden Kontinenten eine große Bedeutung hat: wobei es um den Schutz des Regenwaldes geht, oder die Folgen des Klimawandels und zunehmender Dürreperioden auf den deutschen Wald.

„Diese Themen werden in den Schulen über die gesamte Zeit eines Austauschzyklus bearbeitet“, blickt Cronshagen in die Zukunft. So werde im Unterricht zu den Themen gearbeitet und die Schüler tauschen sich über die digitalen Medien zu den Studien vor Ort aus. „Die Besuche dienen natürlich im Besonderen dem Kennenlernen der anderen Gegebenheiten zu den Themen. So unterstützt das Projekt die jungen Menschen in ihren Kompetenzen zum Verständnis von globalen Problemen“, so Lemke.