Ein Artikel der Redaktion

Noch ein weiter Weg bis zum Bau Lückenschluss des Radwegs in Welling geht in die Genehmigungsplanung

Von Kirsten Muck | 21.08.2019, 12:10 Uhr

Der nächste Schritt im Lückenschluss des Radweges an der Wellingholzhausener Straße ist getan: Der Radwegverein Himmern hat ein Ingenieurbüro damit beauftragt, die Genehmigungsplanung zu erstellen.

Diese Planung ist eine zwingende Voraussetzung für das weitere Genehmigungsverfahren. Zuvor hatte der Verein eine Machbarkeitsstudie erstellt. Die Planungen für die Genehmigung übernimmt nun die Firma ibt Ingenierubüro HansTovar und Partner aus Osnabrück.

Firmenchef Hans Tovar war voll des Lobes für die ehrenamtlich Tätigen. „Die vorbereitenden Unterlagen für die Machbarkeit sowie das bisherigen Vorgehen dokumentieren die Ernsthaftigkeit und Verdeutlichen die hohe Professionalisierung. Gerne nehmen wir diesen Ball auf und freuen uns, dieses Projekt bürgerschaftlichen Engagements begleiten zu können“, sagte Tovar.

Möglich geworden war die Beauftragung durch die zahlreiche Spenden und die Bereitschaft der Bürger in Wellingholzhausen, den Radwegverein in seinem Vorhaben zu unterstützen. Nachdem der symbolische Verkauf der Radwegmeter im März gestartet wurde, zogen die Vorsitzenden Cord Möllering und Hans-Jörg Haferkamp ein ausgesprochen positives Zwischenfazit. „Mehr als 630 Meter sind aktuell vergeben, was einem finanziellen Gegenwert von über 60.000 Euro entspricht. Wir freuen uns, dieses Ergebnis bereits nach wenigen Monaten erreicht zu haben. Letztendlich unterstreicht dies die hohe Akzeptanz und die große Unterstützung für unser Ziel“, stellte die Vorsitzenden fest.

Gleichwohl wissen die Initiatoren um die großen noch anstehenden Herausforderungen. Bis zu einer Realisierung bedarf es noch vieler weiterer Bausteine. Letztendlich stelle die Gesamtfinanzierung, die einen mittleren sechsstelligen Betrag erfordert, eine der größten Herausforderungen dar, sagte Haferkamp.

Sichtlich erfreut zeigten sich die Initiatoren über die durch die Landtagsabgeordnete Gerda Hövel erreichte Unterstützung des Projektes. Ihr Einsatz um einen zusätzlichen Haushaltstitel für Bürgerradwege war erfolgreich. Die Landesregierung hat im Haushaltsentwurf für das kommende Jahr eine Million Euro angesetzt. Diese Mittel stehen dann ergänzend für die Unterstützung von Bürgerradwegprojekten zur Verfügung.

„Ich freue mich über das große Engagement der Radweginitiativen. Letztendlich waren es gerade die konkreten Beispiele aus Melle, die mir bei der politischen Diskussion für einen solchen Sondertopf argumentativ geholfen haben. Wir wissen, um den hohen Bedarf an Radwegen, und deshalb ist es großartig und wertvoll, wenn tatkräftige Bürger sich in solch beeindruckender Weise einsetzen,“ sagte Gerda Hövel.