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Projekt beim TSV Westerhausen Ein Meller Sportverein lässt Taten sprechen

Von PM. | 27.02.2020, 13:44 Uhr

Im Meller Ortsteil Westerhausen setzte der Sportverein TSV ein weiteres Projekt in seinem Bereich „TSV Natur“ erfolgreich um: Über 20 TSV-ler pflanzten gemeinsam 330 Sträucher und Bäume am Sportplatz und setzten damit ein Zeichen für den Umwelt- und Klimaschutz.

Das Projekt der Freiwilligen im ökologischen Jahr im Sport sah vor, eine Hecke zu entwickeln, die auch anderen Vereinen und Kommunen als Vorlage dienen kann. „Eine Hecke ist nicht nur eine Hecke“ sagte Sina Fuchtmann als FÖJlerin im Verein. Es gebe viele Anlagen, die mit Büschen und Bäumen einen einfachen Sicht- und Windschutz bilden , der teilweise schon von dem natürlichen Umfeld gegeben worden sei, ergänzte Hendrick Schweer als ehemaliger FÖJler. „Auf Grundlage der vielen Projekte der Meller Blühwiesen dachte ich mir, daß dies auch für Hecken hin zu bekommen sein muss“.

Grundlagen sollte sein, dass die Pflanzenarten heimisch sind, keiner außergewöhnlichen Pflege bedürfen, nicht giftig für Mensch und Tier sind und möglichst viel Nahrung für Tiere und Insekten zu bieten haben.

Dass es nicht bei der Entwicklung eines Planes geblieben ist, hat der TSV nach eigenen Angaben dem städtischen Umweltbüro zu verdanken. Zu Beginn der Pflanzaktion am letzten Wochenende übergab nämlich Lennart Frank vom Umweltbüro die Pflanzen Ihrer Bestimmung. Er war begeistert von der Menge an Helfern und deren Motivation. Frank Strötzel, Vorsitzender des Vereines bedankte sich bei der Stadt. „Ohne die Unterstützung bei der Beschaffung der Pflanzen im Rahmen der 850 Jahr Aktion, hätte dieses Projekt unseren finanziellen Rahmen gesprengt“, erklärte Strötzel.

23 verschiedene Sorten

Frank legte selbst noch Hand an und sortierte mit den Freiwilligen die 23 verschiedenen Sorten. Für den TSV, besonders für die FÖJlerin Sina Fuchtmann und ihren Vorgänger Hendrik Schweer ist das Projekt ein weiterer Arbeitsschritt, den sie in dem Bereich TSV-Natur nun umsetzen konnten. Strötzel bedankte sich im Verlauf auch noch einmal bei der Biologin Silke Meier, die bei der Erstellung des Pflanzplanes unterstützt hatte. Sein Dank galt auch Anna-Margaretha Stascheit, die als Mentorin der FÖJler im TSV und Patin des Projektes hilfreich zur Seite gestanden hatte.

Entstanden ist nun eine über 140 Meter lange Hecke. Sie besteht aus den 23 verschiedenen Pflanzenarten, die jetzt in ihrer Gesamtheit zur Artenvielfalt beitragen. Mit der Naturschutzhecke schuf der Verein einen neuen Lebensraum für Vögel, Insekten und vielen anderen Tieren. Die Hecke dient aber nicht nur den Tieren, sondern auch den Kindern des Ortes, da so „Naturschutzraum erlebbar gemacht worden ist“, wie es der Verein mitteilte. Zudem ist die Hecke ganz bewusst pflegeleicht und unkompliziert gehalten. Daher kann sie von jedem ganz einfach angelegt werden. Pflanzpläne, Tipps, Hinweise und Fotos will der TSV als Hilfestelllung demnächst auch veröffentlichen.

Neben vielen kleinen Maßnahmen haben die TSVler mit Ihren Freiwilligen nun schon den Sport- und Naturerlebnispfad „Jubiläumsweg“, ein Feuchtbiotop, das Nistkastenprojekt und das Heckenprojekt verwirklicht.

Für größere Vorhaben gut

„Das neuste Projekt steht schon in den Startlöchern“, freute sich Sina Fuchtmann als momentane FÖJlerin. Hendrik Schweer betonte, dass beim TSV auch größere Ideen umsetzbar sind. „Der TSV ist, obwohl erst seit zwei Jahren anerkannte Einsatzstelle im ökologischen Freiwilligendienst, Ideengeber und landesweit Vorreiter“ ergänzte Strötzel.

Er wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass sich junge Leute noch bis April beim TSV für das neue Freiwilligen Jahr bewerben können.