zuletzt aktualisiert vor

Freie Evangelische Gemeinde Wieder religiöses Leben im Lutherhaus Melle

Meine Nachrichten

Um das Thema Melle Süd Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

<em>Der neue Pastor</em> in Düingdorf: René Mühe. Foto: Norbert WiegandDer neue Pastor in Düingdorf: René Mühe. Foto: Norbert Wiegand

Bruchmühlen. Der Mietvertrag mit dem neuen Eigentümer Ernst-August Griefahn (Meesdorf) ist zwar noch nicht unterschrieben, aber die Freie Evangelische Gemeinde (FEG) in Gründung feiert bereits seit Januar Gottesdienste im Lutherhaus. Damit ist wieder religiöses Leben in das von der ev.-luth. Martinigemeinde Buer verkaufte Gemeindehaus eingezogen. „Wir wollen eine gute Nachbarschaft und ein gutes Miteinander mit den Düingdorfern pflegen“, kündigt FEG-Pastor René Mühe an.

Mühe ist „zuversichtlich und ganz entspannt“, dass es beim erkennbaren Wohlwollen des Eigentümers bald zu einem rechtsgültigen Miet- oder Pachtvertrag kommt. So würden derzeit bereits im zweiwöchigen Rhythmus Sonntags-Gottesdienste gefeiert, die sich vor allem durch „zeitgemäße Musik“ und eine „lockere Atmosphäre“ auszeichneten. Die Gestaltung der von 20 bis 30 Christen besuchten Gottesdienste sei vor allem auf junge Leute ausgerichtet, erklärte der 33-jährige Vater von drei Kindern.

„In unsere Kirche wird man nicht hineingeboren, sondern man kommt aus freiem eigenen Entschluss“, nennt der junge Pastor ein wesentliches Merkmal seiner Freikirche. „Deshalb praktizieren wir keine Kleinkindertaufe, sondern eine Glaubenstaufe.“ An den Sonntagen zwischen den Gottesdiensten treffen sich die am Aufbau der Gemeinde beteiligten Mitglieder in Kleingruppen. „So wird ein intensiverer Austausch und tieferes gegenseitiges Verständnis ermöglicht“, erläutert Pastor Mühe die dahinterstehende Intention.

„Der Name Lutherhaus kann erhalten bleiben, damit habe ich keine Probleme“, versichert René Mühe. Fenster des Lutherhauses sind bereits erneuert worden. Weitere Renovierungsarbeiten sollen in Kooperation mit dem Eigentümer folgen. Die Freikirche finanziere sich ausschließlich aus Spenden.

Die neuen Nutzer des Lutherhauses hatten Nachbarn und Interessierte zu einem gemütlichen Kaffeetrinken eingeladen. Dabei informierten sie die 40 Gäste, davon etwa die Hälfte Düingdorfer, über die Zukunftspläne der Freien Evangelischen Gemeinde in Gründung. Neben den Gottesdiensten sind auch Kommunikationskurse für Paare und eine Lego-Woche für Kinder im Sommer vorgesehen. Das Lutherhaus könne auch von anderen Gruppen außerhalb der FEG genutzt werden, so Mühe.

Einige Düingdorfer hatten sich im Vorfeld des Verkaufes sehr enttäuscht gezeigt, dass sich die ev.-luth. Martinigemeinde Buer als vorheriger Eigentümer vom Lutherhaus trennen wollte (wir berichteten). Vor diesem Hintergrund hat der neue Eigentümer den Düingdorfern das Läuterecht bei Todesfällen und besonderen Gelegenheiten zugesichert.

„Wir wollten uns unseren künftigen Nachbarn vorstellen und uns gegenseitig kennenlernen“, erläuterte Mühe den Sinn des gemütlichen Treffens. Der Pastor: „Unser Ziel ist eine gute Nachbarschaft und ein gutes Miteinander. Sicherlich freuen sich einige enttäuschte Düingdorfer, dass in ihrem alten Gemeindehaus weiterhin geistliches Leben herrscht und das Wort Gottes verkündet wird. In einiger Zeit wollen wir die Nachbarn zu einem zweiten Treffen einladen, bei dem wir die Geschichten vom Bau des Lutherhauses erfahren wollen.“


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN