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Kevin Landwehr deutsch-niederländischer Kartmeister Mit 160 Sachen über die Rennstrecke

Von Jürgen Krämer

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Mit Schutzhelm und Siegerpokal: Kevin Landwehr aus Bennien ist sichtlich stolz auf seinen jüngsten Titelgewinn. Foto: Jürgen KrämerMit Schutzhelm und Siegerpokal: Kevin Landwehr aus Bennien ist sichtlich stolz auf seinen jüngsten Titelgewinn. Foto: Jürgen Krämer

Bruchmühlen. Grandioser Erfolg für einen jungen Motorsportler: Kevin Landwehr aus Bennien hat die Saison 2010 mit einem Triumph zum Abschluss gebracht. Er sicherte sich den Titel des Deutsch-Niederländischen Kartmeisters – nach acht spannenden Wertungsläufen, die auf acht verschiedenen Rennstrecken in Norddeutschland und in den Niederlanden ausgetragen wurden.

Mit dieser Glanzleistung krönte der Schüler seine bisherige Laufbahn, die er im zarten Alter von sieben Jahren im AMC Hoyel begonnen hatte. „Dort widmete ich mich zunächst dem Slalomfahren“, berichtet der 13-Jährige, der die Gesamtschule in Schwenningdorf besucht. Im Laufe der Zeit hätten sich etliche Einzelerfolge eingestellt, zu denen unter anderem der Erwerb des Vereinsmeistertitels im Jahre 2009 zählte.

Solche und ähnliche Sieg waren es, die den Schüler dazu bewogen, sein Hobby weiter auszubauen. Einziges Problem: Im heimischen Raum mangelt es an geeigneten Trainingsstrecken. Mit dem Eintritt in das B & W Kartteam in Emsbüren eröffneten sich für den Bennier ab 2009 allerdings neue Perspektiven. „In der Gemeinde im südlichen Emsland existiert eine Rennstrecke, die auch für professionelle Rennteams konzipiert ist“, erläutert der 13-Jährige. Und genau dort findet der Kartsportler ideale Trainingsmöglichkeiten vor. Losgelöst vom normalen Rennbetrieb, begibt sich Kevin in 14-tägigem Rhythmus nach Emsbüren. „Das Training findet ausschließlich an Wochenenden statt und ist mit einem nicht unerheblichen Zeitaufwand verbunden“, erläutert Vater Herbert Landwehr, der seinen Sohn zu diesen Terminen stets begleitet. Es seien allerdings nicht nur ungezählte Stunden, die er in das Hobby seines Sohnes investiere. Hinzu komme ein beträchtliches finanzielles Engagement.

„In der Anfangszeit war das anders, da konnte Kevin noch mit den vereinseigenen Karts des AMC Hoyel trainieren“, so der Vater. Nachdem sein Sohn das Hobby mehr und mehr professionalisiert habe, sei die Anschaffung eines eigenen Fahrzeugs unabdingbar gewesen – in Form eines Rotax-Max-Juniors, der bei 21 PS und 125 Kubikzentimetern eine Spitzengeschwindigkeit von 160 Stundenkilometern erzielt. „Da ist man schnell mit einem fünfstelligen Eurobetrag dabei“, berichtet Herbert Landwehr mit Blick auf Anschaffungskosten für Kart und Schutzkleidung. Dennoch: Aus der Sicht von Kevin zeichnen sich diese Investitionen aus. Mit der Aufnahme in das Rennteam, dem zehn Fahrer verschiedener Klubs aus Deutschland und den Niederlanden angehören, ging für ihn ein Wunschtraum in Erfüllung – ein Erfolg, für den er jedoch hart gearbeitet hat. Denn, so berichtet der 13-Jährige: „In dieses Team kommt man nur durch Leistung rein.“

Und – welche Pläne hat Kevin Landwehr für die Zukunft? „Ich fände es klasse, einen Erfolg bei der deutschen Rotax-Kartmeisterschaft zu erzielen“, entwickelt der 13-Jährige weitere Visionen. Dass er im besten Wortsinn auf gutem Wege ist, dieses Ziel zu erreichen, hat er mit dem Erwerb des jüngsten Meistertitels auf deutsch-niederländischer Ebene bewiesen.


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