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Meller Jahrbuch 2011 „Der Grönegau“ in der Bueraner Martinikirche vorgestellt – 20 interessante Aufsätze von 17 Autoren Die Umwelt als thematischer Schwerpunkt

Von Jürgen Krämer

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Freuen sich über das gelungene Werk: Pastor Matthias Hasselblatt, Herausgeber Fritz-Gerd Mittelstädt und Bürgermeister André Berghegger (von links). Foto: Jürgen KrämerFreuen sich über das gelungene Werk: Pastor Matthias Hasselblatt, Herausgeber Fritz-Gerd Mittelstädt und Bürgermeister André Berghegger (von links). Foto: Jürgen Krämer

Buer. Stimmungsvolle Orgelklänge, der Altar im Lichterglanz und wohlgesetzte Reden: Die Präsentation des Meller Jahrbuchs 2011 „Der Grönegau“ fand am Freitagabend in der Martini-kirche statt – ein Gotteshaus, dessen Turm wegen seiner Form als „Buerscher Bleistift“ bezeichnet wird.

Anlass genug für Pastor Matthias Hasselblatt, zwei Persönlichkeiten den „Buerschen Bleistift“ in Form von Schreibwerkzeugen zu überreichen: zum einen Herausgeber Fritz-Gerd Mittelstädt, „damit dieser auch für die zukünftigen Ausgaben des Sammelbandes interessante und anspruchsvolle Texte zusammenstellen möge“, zum anderen Bürgermeister André Berghegger. „Dieser Bleistift soll unser Stadtoberhaupt motivieren, auch zukünftig eine verantwortungsvolle Politik für Melle zu betreiben“, so der Geistliche.

Fritz-Gerd Mittelstädt empfand es in seiner Begrüßung als „wohltuend, mehr als 100 geladene Gäste zur Vorstellung der 29. Ausgabe des Meller Jahrbuches willkommen heißen zu dürfen“. In einer kurzen Rückschau erinnerte der Herausgeber an den 29. Juni 2009, als der Generalsekretär der Deutschen Bundesstiftung Umwelt, Fritz Brickwedde, per E-Mail seine Mitarbeit am 29. Band des Meller Jahrbuches zugesagt hatte. „Sein Beitrag zum Engagement der Bundesumweltstiftung in Melle war Anlass, die Umwelt zu einem thematischen Schwerpunkt der neuen Ausgabe des Sammelbandes zu machen“, erläuterte der Redner. Im Namen der Institution, an deren Spitze Brickwedde stehe, stehe der zentrale Begriff, „um den es auch an diesem Abend geht, der längst Einzug in unseren aktiven Wortschatz gefunden hat und der zumeist in Wortkombinationen Verwendung findet: Umwelt.“ Wie sich Umwelt von Künstlerhand beschreiben lässt, verdeutlicht Autor Christoph Strecker in seinem Beitrag „Lokalfarben beiderseits des Teutoburger Waldes. Der Maler Siegmund Strecker in Melle und Halle“. Aber auch diese Beiträge, um zwei weitere Beispiele zu nennen, zielen auf das Thema Umwelt ab: der Aufsatz „Alte Mühlen – neue Nutzung. Eine kleine Wasserkraftanlage für Sondermühlen“, verfasst von Rüdiger Wormuth, und der Bericht „Hochwasser und Hochwasserschutz in der Stadt Melle“ aus der Feder von Thomas Große-Johannböcke.

Auch Buer, der Ort der Jahrbuch-Präsentation, findet in der Schrift seinen Niederschlag. Beispielsweise mit dem Beitrag „Buer im Ersten Weltkrieg. Auszüge aus den Aufzeichnungen von Superintendent Knoche“ von Dietmar Preuß und mit dem Bericht „Die Nachkriegsjahre einer Modellbaufirma in Buer“, den Rüdiger Walsdorff dem legendären Unternehmen Wiking widmete.

Aber auch Herausgeber Fritz-Gerd Mittelstädt griff höchstpersönlich zur Feder, um ein Bueraner Thema aufzugreifen: „Martin von Tours. Zum Patrozinium der evangelischen Kirche in Buer“. Dieser Beitrag gab letztlich den Ausschlag dafür, dass die Jahrbuch-Vorstellung im besagten Gotteshaus stattfand, musikalisch umrahmt von Matthias Breitenkamp auf der „Königin der Instrumente“.

Bürgermeister André Berghegger erinnerte an den erst vor wenigen Monaten verstorbenen langjährigen Bürgermeister Clemens Schwertmann. Der nämlich hatte im Vorwort zur ersten Ausgabe der Schriftenreihe den Wunsch geäußert, „dass in der Zukunft dieses Jahrbuch viele Leser und Freunde finden möge, damit auf diese Weise jeder seine eigene Heimat noch besser kennenlernt“. „Da inzwischen der 29. Band vorliegt“, so Berghegger, „kann man wohl sagen, dass dieser Wunsch in Erfüllung gegangen ist.“

Das Meller Jahrbuch 2011, das 20 Beiträge von 17 Autoren auf 240 Seiten vereint, ist im Buchhandel erhältlich.


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