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Adventskonzert der „Cheerful Voices“ in St. Marien Oldendorf „Da ist Freude, Freude, Freude“

Von Conny Rutsch

Auch als Chorsänger machte Chorleiter Kurt Dombek eine gute Figur (Mitte). Souverän und hochmusikalisch führte er die Cheerful Voices durch ein vielfältiges Adventskonzert in der Kirche St. Marien in Oldendorf. Foto: Conny RutschAuch als Chorsänger machte Chorleiter Kurt Dombek eine gute Figur (Mitte). Souverän und hochmusikalisch führte er die Cheerful Voices durch ein vielfältiges Adventskonzert in der Kirche St. Marien in Oldendorf. Foto: Conny Rutsch

Oldendorf. Sie lieben ihren Chorleiter. Das strahlen die Cheerful Voices aus und das wird in nicht nur einer Moderation erwähnt. Und das Publikum glaubt es. Mit Temperament und guter Laune dirigierte Kurt Dombek den großen Oldendorfer Gospelchor durch ein vielseitiges Programm zum 1. Advent.

Die Wege zum Hallmann’schen Haus, in das eine Videoübertragung gesendet wurde, und zur Kirche, die aus allen Nähten zu platzen drohte, wurden von Kerzenschein stimmungsvoll beleuchtet. Zum ersten Mal gaben die Cheerful Voices ihr Adventskonzert in der Heimatkirche St. Marien und genossen es sichtlich, ihr Publikum auf die Adventszeit einzustimmen.

Schon mit dem ersten afrikanischen Song „Siyahamba“ war klar, dass hier ein Gospelchor nicht einfach nur seinen Job macht, sondern sehr gut vorbereitet in die winterliche Konzertsaison startet. Für jeden Geschmack hatte Kurt Dombek auf dem bunten musikalischen Teller angerichtet. Vom alten englischen Weihnachtslied mit traditionellem Chorsatz über Songs aus Popbereich und Musical über zwei afrikanische Lieder bis zu den Gospelsongs in alten und neuen Arrangements war schwer zu entscheiden, was denn am schönsten gewesen war. Die Mischung machte es wohl. Die hochengagierten Gesangssolisten Tanja Blankenhagen, Michael Brieber und Axel Noruschat brachten unterschiedliche Farbe in die Liedauswahl, Percussionist Martin Pieper unterstrich einige Stücke mit exotischen Rhythmen, und Flötistin Birgit Gerve erzeugte mit ihrer Holzflöte die passende Atmosphäre für einen Irischen Segen. „Früher haben uns die Mädchen bei einem Chorstück mit ihren Instrumenten begleitet, diesmal bekamen sie den Raum für ein Zwischenspiel von Ludwig van Beethoven“, erzählte Chorsprecherin Heike Schulte und sprach von den Chormitgliedern Maren und Annika Brieber, die mit Violine und Cello für die klassischen Töne sorgten. Selbstverständlich erhielten auch die „Choice of Cheers“, die Ensembleauswahl des großen Chores ihren Extraauftritt. Mit Weihnachtsliedern und ungewohnten Jazzklängen bereicherten sie den festlichen Konzertnachmittag.

Dass die Gospelsongs den Cheerful Voices von ihrer Struktur und vom Stimmeinsatz her am besten liegen, daran ließen sie selbst überhaupt keinen Zweifel und sangen sich mit temperamentvollem Einsatz in die Herzen ihres Publikums.

Äußerst sympathisch und humorvoll reagierte Kurt Dombek auf seinen eigenen Irrtum zu Beginn einer Zugabe. Die Musik ist von Menschen für Menschen erdacht, und da darf es durchaus auch einmal passieren, dass die Töne nicht passen. „Ich hatte einfach die richtigen Harmonien nicht“, lächelte er nach dem Konzert und niemand trägt es ihm nach. Schließlich hatte er mit einem großen Programm souverän und hochmusikalisch in der kleinen Kirche zu Oldendorf seinen Chor zu einem schönen Erfolg mit viel Beifall geführt.


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