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Zehnter Forschertag in Alt-Lotte Lotter Forschernachwuchs lässt es schwappen und schäumen

Von Ursula Holtgrewe | 23.06.2016, 17:15 Uhr

„Wie feiern wir Feste?“, war ein prima Motto für den bereits zehnten Forschertag auf dem Pausenhof der Alt-Lotter Grundschule. Auch bei den Spielen gab es eine Menge zu erforschen: Es tropfte oder schwappte, schwang und platzte, rollte – geradeaus und auch mal runter –, schäumte und knisterte.

Insgesamt 64 Nachwuchsforscher, i-Männchen und -Mädchen der drei Alt-Lotter Kitas und die Erstklässler des Offenen Grundschulganztags (OGS) machten begeistert mit bei den Wettspielen an vier Stationen. Getreu dem Motto des Tages bastelte der Forschernachwuchs Party-Stirnbänder mit Namensschildern. Die trugen sie stolz auch auf den Rückwegen zu den Kitas.

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„Wattepusten“ mit einer Murmel

„Wattepusten mal anders“ erlebten die Kinder am Stand der Kinderland-Kita, betreut von Saskia Krischke und Nele Hüppe. Ganz leicht rollte der Watteball, wenn ihn durch einen Trinkhalm gepustete Luft anstupste. Die Alu-Kugel bot schon mehr Widerstand und genau mit der Halmöffnung zielen und tüchtig pusten mussten auch Felix und Larissa, um eine Murmel ins Ziel zu bugsieren. Waren die Stationen geschafft, erhielt jedes Kind einen Stempel auf den Forscherpass.

Kleine Schätze in der Pinata

Kreativ waren auch diesmal Bettina Niederholtmeyer und Wiebke Schüring von der evangelischen Noah-Kita. Sie hatten sich „Viva Pinata“ ausgedacht. „Das ist ein Spiel, dass aus Südamerika stammt und bei Kindergeburtstagen gespielt wird“, erklärte Bettina Niederholtmeyer.

Sie und Wiebke Schüring hatten acht Pinata – für jede Gruppe eine – gebastelt und als Überraschung mit Bonbons, Luftballons und -schlangen gefüllt. Jedes Kind war mal dran, ausgestattet mit einer Eulen- oder Tigerbrille, die die Augen abdeckte. Nun bekam jeder Kandidat einen Stock in die Hände, mit dem er blind versuchen musste, den bunten Beutel, der an einem Band hing, zu treffen. Das erforderte Koordination und Konzentration.

Die Trefferversuche begleitete ein spanischer Spruch in dem auch gezählt wurde: un, dos, tres. Der Behälter war gerade so widerstandsfähig, dass er nach einigen Treffern aufplatzte und sein „Schatz“ auf den Boden fiel. Den sammelte der Nachwuchs eifrig auf und steckte ihn in eine Tüte.

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„Wasser-Wettlauf-Station“

Laufen und möglichst wenig verschütten galt es bei der „Wasser-Wettlauf-Station“ der Awo-Kita, betreut von Jördis Knipschild und Christina Krüger. „Die Kinder müssen überlegen, womit sie am meisten Wasser aus einem Eimer aufnehmen und in den leeren Eimer gegenüber transportieren können“, erklärte Jördis Knipschild mit Blick auf Becher, Kelle, Schwamm und Wischtuch. Becher und Schwamm seien am begehrtesten.

„Aber den Becher müssen sie vorsichtig tragen, damit auf dem Weg nichts herausschwappt und aus dem Schwamm tropft Wasser bis dahin heraus“, sagte die Erzieherin. Dass es überhaupt schwer war, stellte auch Sara fest, die schnellen Schrittes einen Becher vor sich hertrug. „Geschafft“, sagte sie erleichtert, als der Inhalt im Einer war.

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Kindercocktails schäumen und knistern

„Augen auf“ und „Ohren gespitzt“ hieß es beim zehnten Forschertag am Stand der OGS. „Kindercocktails“ gab es dort und Erklärungen von OGS-Leiterin Martina Blömker und Adelheid Schmalz. Was im Brausepulver drin ist und es zum Schäumen bringt, sind nur zwei Zutaten: Zitronensäure und Backpulver. „Es schäumt und rauscht ein bisschen“, stellte Tim fest, als Martina Blömker die Zutaten in Wasser verdünnt vermischte. Umstehende nickten fasziniert.

Überrascht schauten auch Tevita, Olga, Jasmina, Olivia und Melissa in das transparente Glas, und fasziniert, als sich in ihrem Becher das Brausepulver leise rauschend und sprudelnd in den Cocktail verwandelte. „Es knistert“, meinte ein Teilnehmer, ein anderer: „Es prickelt so schön.“

Urkunde - Experimente zum Be-greifen

Klar gab es auch Süßes und Salzgebäck – wie bei einer richtigen Party; und eine Urkunde für jeden kleinen Forscher und jede kleine Forscherin. Sie bestätigt, dass alle Teilnehmer die Experimente im wortwörtlichen Sinn be-griffen haben.

Wer nun noch i-Männchen oder -Mädchen ist, kann sich auf das nächste Jahr freuen. Dann dürfen sie als OGS-Erstklässler beim elften Forschertag mitmachen. Und wenn die Betreuungs-Kinder dann zu den Großen zählen, können sie die Jung-Forscher-Gruppen zu den Stationen begleiten.

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