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„Wir kämpfen nur für Lotte“ Hälfte der Lotter CDU-Kandidaten neu

Von Thomas Niemeyer | 06.02.2014, 18:37 Uhr

Auf inhaltliche Kontinuität und personelle Erneuerung setzt die Lotter CDU bei den Kommunalwahlen am 25. Mai. Das dokumentiert die Reihe der am Mittwochabend in den Ratsstuben Wersen aufgestellten Kandidaten für Gemeinderat und Kreistag: Die Hälfte von ihnen ist neu. Zudem will die Union nach eigenen Worten nicht gegen irgendjemanden kämpfen, sondern ausdrücklich für

Mit dieser Aussage reagierte der CDU-Vorsitzende Stephan Lütke Glanemann auf jüngste Aussagen des Wersener SPD-Chefs Hermann Brandebusemeyer , die eine Kampfansage an die Jamaika-Fraktionen CDU, FDP und Grüne darstellten. Mehr dazu zu sagen wäre eine unpassende Aufwertung, sagte er.

In die Richtung marschierte auch Fraktionschef Werner Schwentker. Mit FDP und Grünen sei die CDU keine starre Koalition, sondern ein Zweckbündnis für Einzelfragen eingegangen. Das irritiere offenbar die alte Mehrheitsfraktion SPD. Die Fortschritte an der K23 in Halen, im Schulzweckverband, für den Jugendraum Büren, bei den Büchereien, in Sachen Wirtschaftsförderer und bei der Abwassergebühr seien zum Teil auf diese Zusammenarbeit zurückzuführen.

Für die nächste Wahlperiode bleibe dennoch genug zu tun. So sollte der begonnene Masterplan zu Ende geführt werden, auch um Gewerbeansiedlung zu ermöglichen. Der Stillstand dort werfe die Frage auf, ob das Zentrenkonzept richtig sei. Auch an der bürgerfreundlichen Verwaltung sei zu arbeiten. Und die Stichworte Düteauenweg und Wersener Dorfsee seien nicht vergessen.

Als einer der sechs scheidenden Direktkandidaten in den 13 Wahlbezirken zur Gemeinderatswahl betonte der Botterbuscher Udo Meyer, dass er aus beruflichen Gründen auf eine erneute Kandidatur verzichte. Die ablaufende Wahlperiode sei der Höhepunkt in seiner 30-jährigen kommunalpolitischen Zeit gewesen. Das liege vor allem an Werner Schwentker, der „toll motiviere“ und keinen politischen Mitbewerber diffamiere. Ihm überreichte Meyer eine Karikatur, die er einst gezeichnet habe, als Brandebusemeyer die SPD als treibende Kraft in Lotte bezeichnete. Sie zeigt die SPD, in einem Schlauchboot auf der Düte treibend.

Einen Kurzbericht aus Berlin lieferte die Tecklenburger Bundestagsabgeordnete Anja Karliczek ab. Tenor: Ja, die Regierungsbildung habe lange gedauert. Ja, von der SPD sei mehr zu hören; sie sei eben lauter. Aber wie das Beispiel Energiewende belege, sei zwar ein SPD-Minister zuständig, handele aber nach den Vorgaben der CDU.

Anschließend assistierte Karliczek dem Vorsitzenden bei der Ehrung von Johannes Nieberding. Wie Friedhelm Pötter und Wilhelm Huneke, die am Mittwoch verhindert waren, gehört er der CDU seit 50 Jahren an, was ihm Glückwünsche von Angela Merkel und Blumen aus Lotte eintrug. Erfreut zeigte sich Karliczek, dass unter den 30 Teilnehmern der Versammlung fünf Neumitglieder waren.

Ein neues Gesicht wird für die CDU auch bei der Kreistagswahl antreten. Hier nominierte die Versammlung einmütig Eckhard Finke (47), nach beruflichen Wanderjahren zurück in Lotte und als Physikprofessor an der Fachhochschule in Steinfurt tätig.

Die Direktkandidaten: Anstelle von Ex-Fraktionschef Reinhold Hinrichs tritt Hartmut Meyer in der Awo-Kita Halen an. Christian Thies kandidiert neu in der Awo Halen, Walter Ottens erneut in den Ratsstuben, Steffen Wascher an der Bringenburg, Werner Schwentker wieder in der Feuerwache Wersen und Ute Saeger erneut in der Regenbogenschule. Neu ist Christopher Maxwell als Bewerber in der Regenbogenkita. Sabine Lockstedt tritt für Manfred Unger in der Elly-Heuss-Stätte an, Stephan Lütke Glanemann für Ferdinand Butke im Gemeindehaus Büren. In Alt-Lotte tritt Georg Holtgrewe erneut im DRK an, Friedhelm Lange in der Awo, Horst Petersson für Heinz Budke im Haus Hehwerth und Thorsten König statt Udo Meyer in Osterberg.