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Was 2017 in Lotte wichtig wird Masterplan, Wirtschaftswegekonzept, Baustellen

Von Angelika Hitzke, Angelika Hitzke | 31.12.2016, 08:30 Uhr

Der Gemeinde Lotte geht es gut: 20 Prozent Schuldenabbau trotz Fehlbetrags von drei Millionen – das lässt den Kämmerer schon über Steuer- und Gebührensenkungen ab 2018 nachdenken. Welche andere Kommune kann das schon für sich behaupten? Aber natürlich warten im neuen Jahr auch hier im Speckgürtel von Osnabrück so manche Herausforderungen auf Politik und Verwaltung. Bürgermeister Rainer Lammers weiß, was 2017 wichtig wird.

Ganz oben an stehen Erschließung und Vermarktung des neuen GewerbegebietesPätzkamp , für die im Haushalt 2017 insgesamt 600000 Euro eingeplant sind. Aber auch die weitere Vermarktung von Heuers Moor in Wersen und die Erschließung des Bereichs Moorbreede als Gewerbegebiet seien wichtig. Auch die Entwicklung von Wohnbaugebieten hat Lammers im Blick: „Ich würde mich freuen, wenn es weitere entscheidende Fortschritte bei den zur Verfügung stehenden Flächen für Ein- und Zweifamilienhäuser geben würde.“

Das gelte auch für die Entwicklung des Einzelhandels in Wersen und Alt-Lotte: „In Wersen treten wir auf der Stelle“, bedauert der Bürgermeister. Mit der Edeka-Erweiterung in Lotte müsse es ebenfalls weitergehen, damit der Standort gestärkt werde.

In Büren wird im kommenden Jahr endlich der Berliner Platz für rund 400000 Euro neu gestaltet: „Das wird jetzt ausgeschrieben. Die Maßnahme ist für nach dem Winter vorgesehen.“ Außerdem hat die Gemeinde hier die Sanierung der kommunalen Regenbogen-Kita vor der Brust, für die 350000 Euro bereitstehen. „Bei der Gelegenheit ist auch die gesamte Kindergartensituation zu beleuchten, damit wir möglichst den Wünschen der Familien nachkommen können“, betont Lammers mit Blick auf die gerade neu gebauten zwei Kita-Gruppen , die bereits voll sind und nicht alle Anmeldungen berücksichtigen konnten.

Erst im übernächsten Jahr, nämlich von 2018 bis 2020, greift das NRW-Programm „Gute Schule“. Dennoch stehen auch 2017 schon 60000 Euro für den weiteren Umbau des Gesamtschulgebäudes in Wersen bereit, ebenso für die Sanierung des Feuerwehrgerätehauses in Wersen. Auch der weitere Ausbau der Straßenbeleuchtung steht auf der Agenda.

Ganz wichtig seien die endgültige Fertigstellung des Gärtnerweg-Ausbaus , der Ausbau der Straße Zum Attersee und die K-23-Verlegung in Halen. Hier warte die Gemeinde dringend auf die Ausschreibung durch den Kreis, „damit endlich der Baubeginn für die Ortsdurchfahrt terminiert werden kann“, so der Bürgermeister. Auch wichtig: „Dass die Baustelle am Lotter Bahnhof fertiggestellt wird und die Straße im späten Frühjahr für den Verkehr frei gegeben werden kann“.

Das Wirtschaftswegekonzept soll ebenfalls im kommenden Jahr erstellt werden. Dazu gehöre auch die fachliche Prüfung, was auf dem Hunterorther Eschweg noch zu tun sei. Der Radwegebau, insbesondere der Lückenschluss an der Achmerstraße , liegt dem Bürgermeister ebenfalls am Herzen. Über den Antrag auf Vorfinanzierung sei noch nicht entschieden: „Wir sind noch im Gespräch mit dem Kreis. Schön wäre auch, wenn die Idee für den Radweg von Osterberg nach Lotte konkreter wird. Wir wollen weitermachen und die ganze Gemeinde flächendecken mit Radwegen versorgen“, betont Lammers. Am Hansaring soll der Radweg vom Riegeweg bis zur Cappelner Straße weitergebaut werden. Auch am Radweg von Halen nach Hollage müsse man weiter dranbleiben.

Umwelt- und Klimaschutz ist ein weiteres wichtiges Thema: 275000 Euro hat die Gemeinde im Etat 2017, um den Ausgleichsflächenpool zu vergrößern. 100000 Euro sind für die Errichtung von Solaranlagen vorgesehen: „Wir wollen eine Vorreiterrolle übernehmen“, unterstreicht Lammers. Er hofft auch im kommenden Jahr wieder auf die Auszeichnung mir dem European Energy Award, nach Möglichkeit diesmal in Gold.

Die gerade beschlossene Installation einer Ladestation für E-Mobilität, das Quartiersmanagement für die energetische Optimierung und städtebauliche Entwicklung eines ausgewählten Bereichs in Büren und das Verkehrsraumgutachten zum Strotheweg passen zum Thema, das natürlich auch Teil des Masterplans ist. Die Reaktivierung der Tecklenburger Nordbahn werde, ob es der Gemeinde nun gefalle oder nicht, 2017 fortgeschrieben, die Planungsphase 3 sei im Aufbau. „Wichtig ist, dass wir den Masterplan immer wieder zur Hand nehmen und überlegen, wie wir den umsetzen“, so der Bürgermeister. Und natürlich müsse er fortgeschrieben werden.

„Nachdenken müssen wir, wie wir mit der Elly-Heuss-Begegnungsstätte umgehen. Da muss ein Konzept her“, betont Lammers. Ein Arbeitskreis müsse Bedarf und Nutzungswünsche von Senioren, Jugendlichen und Kindergartenkindern ermitteln und untersuchen, ob das Kommunikationszentrum für Jung und Alt „mit geringen Sanierungsmaßnahmen oder Abriss und Neubau“ umsetzbar sei: „Das Jahr 2017 darf nicht vergehen, ohne dass wir endlich wissen, was wir da machen wollen.“