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Silbermedaille für Lotte Gemeinde besteht erste Klimaschutz-TÜV-Prüfung

Von Angelika Hitzke | 01.05.2016, 16:00 Uhr

Die Gemeinde Lotte hat die ganztägige Prüfung durch den Klimaschutz-TÜV am vergangenen Dienstag bestanden und wurde mit der Silbermedaille zertifiziert. Das teilte Umweltbeauftragte Ursula Wilm-Chemnitz am Donnerstag dem Verkehrs- und Umweltausschuss mit.

Lotte. Erstmals habe im Rathaus ein ganztägiges externes Audit für die Erteilung des European Energy Award (Englisch für Europäische Energie Auszeichnung, kurz EEA) stattgefunden, berichtete Wilm-Chemnitz. Sie könne die „erfreuliche Mitteilung“ machen, dass die Gemeinde die Klimaschutz-Prüfung bestanden und jetzt „silber zertifiziert“ sei. Das Team aus der Verwaltung habe sich in Sachen Energieeinsparung „sehr gut geschlagen“.

Von den eingereichten 56 Prozent Umsetzungsgrad wurden 54,8 Prozent anerkannt. Die Gemeinde reihe sich damit nach nur dreijähriger Teilnahme ein in den Kreis der zertifizierte EEA–Kommunen in NRW, zu denen im Nahbereich unter anderem auch Westerkappeln, Lienen und Lengerich gehören.

Der Prüfer Peter Nathan sei einer der vom TÜV Rheinland zertifizierten EEA-Auditoren. Er habe das EEA–Konzept mitentwickelt und war in seiner aktiven beruflichen Laufbahn TÜV-Prüfer für verschiedene technische Großanlagen. Vom Team der Gemeindeverwaltung nahmen außer Wilm-Chemnitz selbst Jörg Risse, Astrid Hickmann, Edith ten Thoren, Hans-Georg Kunkemöller und Stefan Litke an der Prüfung teil; Joana Watermeyer und Jörg Stork waren verhindert,

Geprüft worden sei, inwieweit die Gemeinde in den letzten drei Jahren klimaschutzrelevante Maßnahmen in sechs verschiedenen Handlungsfeldern bereits konkret umgesetzt hat. „Nicht in die Bewertung ein gingen dagegen Umwelt- und Energieaktivitäten aus der Vergangenheit, sofern sie nicht in den Bewertungszeitraum hinein wirken.“ Auch Planungen und Absichten für die Zukunft seien nicht gewertet worden.

Der Wert von aufgerundet 55 Prozent bedeute, dass die Gemeinde 55 Prozent aller derzeit möglichen Klimaschutzmaßnahmen bereits umgesetzt habe. Dazu gehörten unter anderem die beschlossenen und umgesetzten Photovoltaikanlagen, die Gründung eigener Stadtwerke, der Beschluss, einen Klimaschutzmanager einzustellen, die Anlage von Bürgerradwegen, die Energie- und Wasserverbräuche der Liegenschaften sowie des Abwasserbetriebes sowie der Anteil regenerativer Energien.

Die Beratung über weitere Umsetzungsmöglichkeiten und wie man es vielleicht schaffe, „Gold“ zu holen, sei ein schönes Thema für die Juni-Sitzung, meinte Lottes Umweltbeauftragte. Ausdrücklich Beifall zollte ihr Hermann Brandebusemeyer (SPD), der dem Team gratulierte: „Schön, dass wir das erreicht haben!“