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Presbyterwahl in Lotte Warum es in der Kirchengemeinde Büren am Sonntag spannend wird

Von Ursula Holtgrewe | 28.02.2020, 09:37 Uhr

Die Westfälische Evangelische Landeskirche hat zu Presbyterwahlen am 1. März aufgerufen. In Lotte wird es lediglich in der Gemeinde der Bürener Friedenskirche spannend. Warum ist das so?

Ein Presbyterium leitet mit den Pfarrern die Kirchengemeinde. Das Gremium engagiert sich in allen personellen, finanziellen und baulichen Angelegenheiten der Gemeinde.

In den Kirchengemeinden Alt-Lotte und Wersen scheiden einige Presbyter aus unterschiedlichen Gründen aus diesen Ehrenämtern aus. Die Nachfolgesuche für eine vierjährige Amtszeit war in beiden Gemeinden erfolgreich. Für jeden der frei gewordenen Plätze wurde genau ein Bewerber gefunden. In diesem Fall gelten die Kandidaten als dem Gremium zugehörig. In den Kirchengemeinden muss es keine Wahl geben.

Keine Kandidatur mehr mit 75 Jahren

Für Bewerber gilt eine Altersgrenze von 75 Jahren. Wahlberechtigt sind in einer Evangelischen Kirchengemeinde Mitglieder, wenn sie 14 Jahre, wählbar wenn sie 18 Jahre alt sind.

In Alt-Lotte gibt es sechs Presbyter. Dort scheiden aus: Iris Pfordt, weil sie als Schwägerin des neuen Pastors Iven Benck als befangen gilt; Kirchmeister Heinrich Arendröwer aus Altersgründen und Dominik Hens beruflich bedingt. Dieser Personenkreis gilt als gewählt: Carola Albrecht, Margret Roloff, Uwe Märsch machen weiter; neu hinzu kommen Elke Porrmann, Thorsten König und Martin Steinmann.

Wersen: Eine Kirchengemeinde zwei Stimmbezirke

In der Kirchengemeinde Wersen lebt Pastorin Jutta Kiquio mit der Besonderheit, dass zwei Stimmbezirke dazugehören: Wersen mit fünf Presbytern und Halen mit drei Presbytern. Aus Altersgründen scheiden in Wersen Frieda Stiegemeyer und Inge Loske aus, in Halen Friedrich-Wilhelm Havermeyer. Das Presbyterium der Wersener Dorfkirche ist so besetzt: Für Wersen machen Gisela Schumacher, Ilse Spellmeyer, Jürgen Fulbrecht weiter; neu hinzu kommen Dagmar Rösner und Ulrich Wahlbrink. Für Halen setzen Renate Lammers und Friedhelm Lammers ihr Engagement fort. Sie sind nicht miteinander verwandt. Renate Lammers wohnt zwar in einer anderen Gemeinde, hat sich aber umpfarren lassen. Neu für Halen ist Presbyterin Stefanie Herrmann.

"Echte Wahl" für die Friedenskirche in Büren

Neun Kandidaten bewerben sich in Büren für acht Plätze im Presbyterium. Daher hat Pfarrer Jörg Oberbeckmann alles für eine „echte Wahl“ am kommenden Sonntag vorbereitet. „Nach dem Gottesdienst können die Gemeindeglieder von 11.30 bis 13 Uhr im großen Saal des Gemeindehauses wählen“, lädt Oberbeckmann alle Evangelischen Bürger ein, von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen. Dass die Wahl bevorsteht sei gemeindeintern auch in Gottesdiensten kommuniziert worden.

Aus Altersgründen kandidieren Helga Henn und Margarete Loose nicht mehr. Erneut bereit für das kirchliche Ehrenamt sind Olga Drewlau, Heike Hornbage, Olga Kreuzer, Bettina Meyer, Jürgen Feist und Jens Frye, genannt Reitemeier. Es kandidieren Astrid Hockemeyer-Stahlhut, Cornelia Quägwer und Thomas Wolf.

Festliche Amtseinführung der Presbyter am 22. März

Spannend wird es dann bei der Stimmauszählung. Am 22. März werden alle 22 Lotter Presbyter im Rahmen festlicher Gottesdienste in ihre Ämter eingeführt.