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Pflege des Lebensraums in den Vordergrund gerückt Fischerei- und Naturschutzverein Wersen feiert 25-jähriges Bestehen

Von Erna Berg | 27.03.2012, 14:16 Uhr

Roland Enders freute sich sichtlich über die vielen Gäste, die der Einladung des Fischerei- und Naturschutzvereins Wersen in die Gaststätte Duwendag-Wessel gefolgt waren, um gemeinsam das 25-jährige Bestehen des Vereins zu feiern. Der Vorsitzende begrüßte die Verpächter des Niedringhaussees sowie Bürgermeister Rainer Lammers und Mitarbeiter, Vertreter des Heimatvereins, den Vorstand der Niedersächsisch-Westfälischen Anglervereinigung (NWA), Sponsoren und Filialleiter der Wersener Geldinstitute und den Ehrenvorsitzenden der NWA, Dieter Freiberg, der die Idee zur Gründung des Wersener Vereins hatte.

Enders war 19 Jahre lang Schriftführer und ist seit sechs Jahren Vorsitzender – als Nachfolger von Siegfried Scholko, der 19 Jahre lang die Geschicke des Vereins lenkte. „Vor 40 Jahren gingen Angler einfach nur ans Gewässer, um möglichst viele Fische zu fangen. Doch Fische gedeihen nur, wenn ihr Lebensraum stimmt“, betonte Enders. Ausgebildete Gewässerwarte des Vereins besuchten bald unzählige Lehrgänge der Fischereilehranstalt. Als Fischereiberater für NRW rückte für Enders die Umweltarbeit immer mehr in den Vordergrund. Bepflanzungsaktionen als Lebensraumbeschaffung für Insekten und Vögel und als Beschattung der Düteufer sowie das Kopfweidenschneiteln zusammen mit dem Heimatverein begannen. Der Verein unterstützte den Erhalt der Mühle Bohle mit Fischbrötchenverkauf und beteiligte sich an den jährlichen Müllsammel- und Ferienspaßaktionen. Der Vorsitzende hatte für die Gäste eine Präsentation über die Arbeit des Vereins und über „Wersen 1991 am Ufer der Düte“ vorbereitet.

Sein Stellvertreter Ingo Holzgrefe bekundete, dass ihm besonders der Naturschutz am Herzen liege. Er klagte über die ungebetenen „Badegäste“ und Griller und deren Hinterlassenschaften.

Das Thema griff auch der Bürgermeister gleich auf und betonte die Wichtigkeit von Hege und Pflege der Gewässer: „Naturschutz genießt höchsten Stellenwert. Danke für die freiwillig übernommenen Aufgaben in unserer Heimat!“

Drei Aspekte sprach NWA-Vorsitzender Hans Macke an. Er freute sich, dass die Vereinsmitglieder durch ihre vielfältigen Aktivitäten so gut in die Gemeinde integriert seien. „Ich kenne keinen Verein, der zur Jahresversammlung Kind und Kegel mitbringt.“ Die NWA biete den Mitgliedern die Benutzung herrlicher Gewässerflächen an: Zweig- und Mittellandkanal, die Düte und den Niedringhaussee. Macke bestätigte, dass der See ein Problemgewässer sei: „Wir werden uns bemühen, ihn von Badegästen und ihren Hinterlassenschaften frei zu halten. Der See ist ein landschaftliches Kleinod, ein Vorzeigeobjekt!“ Er dankte der Ordnungsbehörde und der Polizei für gute Zusammenarbeit. Macke merkte an, dass es in den 25 Jahren nur zwei Vorsitzende gab: „Das spricht für Kontinuität und Zufriedenheit. Ihr beiden habt Ecken und Kanten und nehmt nicht alles kritiklos hin.“ Man müsse die Zeichen der Zeit erkennen, sonst komme es zu Stillstand. „Ihr hattet und habt großen Anteil daran, dass der Verein in Bewegung bleibt“, richtete er sich auch an den nicht anwesenden Siegfried Scholko.

Auch Dieter Zehm bedankte sich im Namen des Heimatvereins mit einem blumengeschmückten Umschlag für lange Jahre freundschaftlicher und erfolgreicher Verbundenheit. Nach so vielen guttuenden Sätzen lud ein strahlender Enders die Gäste zu einem erlesenen Buffet mit Wildschwein- und Fischspezialitäten ein. Für dessen liebevolle Zubereitung und den aufmerksamen Service während der Feier bedankte er sich bei Antje und Klaas Tuxhorn, Christa Recker und Valerius Buchhorn, Anke, Tamara und Mario Thies sowie bei seiner Frau Anne und Tochter Katja.