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Mehr Platz für Präsentation der Produkte Spielwaren-Hoffmann in Büren baut neue Firmenzentrale

Von Angelika Hitzke | 01.09.2011, 14:04 Uhr

Im Jahr seines 115-jährigen Bestehens expandiert das Bürener Unternehmen Hoffmann Company auch äußerlich sichtbar: Gegenüber dem derzeitigen Verwaltungsgebäude zum Strotheweg hin baut der Spielwarengroßhändler eine neue Firmenzentrale. Seit Juni wird gebuddelt, im Juli rückten die großen Geräte an. Gerade wird das Fundament gelegt für den Neubau, der Ende März 2012 fertig sein soll.

Wie Geschäftsführerin Birgit Gensch, ihre Assistentin Carmen Pauli und Marketing-Leiterin Vanessa Kristina Kristahn erläutern, entsteht hier auf einer Grundfläche von rund 100000 Quadratmetern und einer bebauten Fläche von 45000 Quadratmetern ein Verwaltungsgebäude, das auf drei Etagen Büros für etwa 90 Mitarbeiter und vor allem einen hellen, rund 2150 Quadratmeter großen „Showroom“ beherbergen wird. In diesem Ausstellungsraum wird den Hoffmann-Kunden, also Einzelhändlern aus der Spielwarenbranche, nach Terminvereinbarung sowie bei den Hausmessen, die dreimal jährlich stattfinden, das Sortiment präsentiert, das laut Kristahn derzeit rund 11000 Artikel umfasst.

Die aktuelle Ausstellungsfläche sei mit knapp 1600 Quadratmetern, die sich auf zwei Etagen und mehrere Räume verteilen, einfach zu knapp geworden, erklärt und zeigt Geschäftsführerin Birgit Gensch beim Rundgang. Vor allem, wenn sich gleich mehrere Firmenkunden mit jeweils mehrköpfigen Delegationen über die neuesten Spielwarentrends informieren und ihre Orderbücher füllen wollen, werde es hier zu eng.

Deshalb kann die Firma derzeit nur einen Teil ihres Angebots präsentieren. Und das reicht schließlich von Lizenzartikeln führender Marken wie Lego, Mattel, Ravensburger, Hasbro oder Fisher Price über Eigenmarken wie Beeboo und TTC (The Toy Company) bis zu Randsortimenten wie Kinderbüchern, Schreibwaren, Kinderparty- und Niedrigpreisartikeln. Während sich Gesellschaftsspiele, Puppen oder Modellautos in Regalen präsentieren lassen, brauchen vor allem Spielhäuser, Plastikrutschen oder Bobbycars größere Ausstellungsflächen.

Da man den Firmenkunden am liebsten alle Artikel gern persönlich vorführen und erläutern wolle, sei der neue Showroom der Hauptantrieb für den Neubau gewesen, erklärt Birgit Gensch. Hinzu komme, dass man die jetzt noch dezentrale Verwaltung zusammenfassen wolle, um kürzere Wege und eine bessere Kommunikation der Mitarbeiter zu erreichen – weg von den E-Mails, hin zu mehr persönlichen Kontakten. Gensch: „Es wird auch einen Meeting Point für die Mitarbeiter geben.“

Und weil für das ständig wachsende Sortiment auch immer mehr Lagerkapazität benötigt wird, soll das jetzige Bürogebäude nach dem Umzug komplett entkernt und zu einem Lager werden.

„Wir hatten das vor drei Jahren schon einmal vor“, berichtet die Geschäftsführerin. Wegen der damaligen Wirtschaftskrise seien die Pläne dann jedoch auf Eis gelegt und erst im Herbst vergangenen Jahres mit dem Ingenieurbüro Krabbe wieder aufgenommen worden. Immerhin handele es sich ja um eine große Investition.

Wie groß das Kostenvolumen genau ist, da lässt sie sich jedoch nicht in die Spielkarten gucken: „Wir halten uns da lieber zurück“, sagt Birgit Gensch. Eines verrät sie jedoch schon: Im kommenden Sommer, nach der Haumesse im Mai, soll die neue Firmenzentrale mit einer großen Feier für alle Handwerker, Kunden und Mitarbeiter offiziell eröffnet werden.