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Lotter Kinder führen Stück auf Grundschule Wersen mit Jahresabschlussgottesdienst

Von Erna Berg | 23.12.2015, 15:43 Uhr

Zwei Tage vor Weihnachten verkündeten bezaubernde Engel die Geburt Jesu im Jahresabschlussgottesdienst der Grundschule Wersen. So viele Engel habe sie lange nicht in der Kirche gehabt, freute sich Pfarrerin Jutta Kiquio, die Engel, Hirten, Maria und Josef und den Chor des 3. Schuljahres sowie Lehrer und einige Eltern begrüßte.

„Es freut mich sehr, dass so viele Kinder und Lehrer gekommen sind, um zu erinnern, was wir eigentlich zu Weihnachten feiern. Und ich bin ganz gespannt auf eure Botschaft“, sagte sie zu den Engeln und Hirten.

Tannenbaum wird eingebunden

Ein großer, festlich geschmückter Tannenbaum, der bei den Proben noch nicht im Altarraum gestanden hatte, musste schnell, bevor die Mitschüler in der evangelischen Kirche Platz nahmen, mit ins Krippenspiel eingebunden werden. Die Klassenlehrerinnen Martina Deppe-Hagel und Birgit Riehemann übten in der Kürze der Zeit noch mal Krippenspiel und Choraufstellung durch.

Es wurde ganz leise in der Kirche, als Sprecher Alina und Jan berichteten, dass der Erzengel es zurzeit sehr schwer habe, alle kleinen Engel zu beschäftigen. Ihre Lieder könnten sie schon alle auswendig, basteln und tanzen wollten sie auch nicht ständig. Da war Oberengel Mia dann ganz froh, dass sie eine wichtige Aufgabe für die Engel erhalten hatte: „Ich habe eine Botschaft bekommen, in der steht, das wir den Menschen die Ankunft des Jesuskindes ankündigen dürfen.“

Freudige Nachricht überbracht

Es wurde ganz hell, als die leuchtenden Gestalten zu den Hirten auf dem Feld eilten und ihnen die freudige Nachricht überbrachten: „Heute ist euch der Retter geboren, in der Stadt Davids. Ihr werdet ein neugeborenes Kind finden, das liegt in Windeln gewickelt in einer Futterkrippe.“ Die Engel blieben noch eine Weile, tanzten vor Freude. Dann waren sie wieder verschwunden. Die aufgeregten Hirten machten sich auf den Weg zum Stall und fanden Maria und Josef und das Kind im Stall.

Engelchor stimmt ein

Der Engelchor machte sich bereit und sang ein ansteckendes „Glohohohoriia in excelsis Deo“, bis schließlich auch die Mitschüler zaghaft mitmachten. Engel, Hirten und Chor trugen ihre Fürbitten vor: „Einen Engel wünsch ich mir, der mich auf dem Weg begleitet, der mich tröstet und mir Mut macht, der auf alle Flüchtlinge aufpasst.“

Dank für die Spenden

Wieder stimmte der Chor an. „Fröhliche Weihnacht überall“, das beliebte Lied kannten wirklich alle, und die jungen Stimmen erfüllten im Jubelton die alte Dorfkirche. Noch einmal sprach die Pfarrerin: „So viele Engel hab ich lange hier nicht gesehen. Bestimmt haben sie etwas an diesem Ort zurückgelassen“, und hielt eine zarte weiße Feder in der Hand. „Ich wünsche euch, dass ihr euch Weihnachten von Herzen freut und danke euch für das Geld, das Ihr für die SOS-Kinderdörfer gesammelt habt.“ Als die Kinder sich nach dem Gottesdienst draußen versammeln, ruft ein kleiner Steppke ganz laut: „Wow, war das geil!“