Ein Artikel der Redaktion Neue Osnabrücker ZeitungLogo Neue Osnabrücker Zeitung

Lotte Netzwerk für Sicherheit in Büren geknüpft

30.07.2009, 22:00 Uhr

Von wegen, die Mühlen des Staates mahlen langsam: Eine Woche nach dem ersten Gespräch zwischen Bürgern, Gemeinde und Polizei über den angeblichen Kriminalitätsbrennpunkt Büren wurde gestern im Lotter Rathaus ein vielmaschiges Netzwerk über die Landesgrenze hinweg geknüpft, um an der Landwehrstraße für Ordnung zu sorgen.

Die Kreispolizei Steinfurt in Person von Gerhard Hahn, Leiter der Wache in Ibbenbüren, und Bürgermeister Rainer Lammers besiegelten eine offizielle Ordnungspartnerschaft. Diese wollen die Stadt Osnabrück, vertreten durch Ordnungsamtsleiterin Karin Heinrich, und die dortige Polizeiinspektion mit Einsatzleiter Arnold Treusch von Buttlar an ihrer Spitze unterstützen wo nötig.

Dass die Osnabrücker nicht der Ordnungspartnerschaft beitreten, sei keine Verweigerung, betonte Karin Heinrich. Nach den Erkenntnissen des OS-Teams und der Polizei könne aber akut nicht von schwerwiegenden Problemen an der Landwehrstraße die Rede sein. Eine enge Abstimmung in dem Netzwerk reiche vollkommen aus.

Tatsächlich haben die Ibbenbürener Polizei und das Kreisjugendamt Steinfurt, wie dessen Mitarbeiter Wolfgang Kaul berichtete, die Umgebung des Ernst-Lück-Platzes in den vergangenen Nächten intensiv mit zivilen Kräften überwacht. Die von Anwohnern beklagte Jugendbande sei dabei nicht in Erscheinung getreten. Es sei dort keine Kriminalitätslage erkennbar, fasste Steinfurts Kripo-Chef Thomas Nikolic zusammen. Nach Aktenlage, so fügte Ibbenbürens Kommissariatsleiter Ulrich Hülsmann an, seien die Vorkommnisse dort sogar rückläufig.

Da die momentane Ruhe auch Folge der Presseberichterstattung sein könnte, wiederholte Gerhard Hahn seinen Appell an die Anwohner, eventuelle Vorkommnisse umgehend zu melden. Dem würden Polizei und Lottes Ordnungsamt nachgehen.

Arnold Treusch von Buttlar betonte, dass die Osnabrücker Polizei zwar in Büren nicht Streife fahren könne, die Strafverfolgung aber über Grenzen möglich sei. Dass dort jüngst wiederholt Osnabrücker Streifenwagen gesehen wurden, begründete er: „Es ist ja kein Stacheldraht an der Landwehrstraße, und die Kollegen lesen auch Zeitung.“ Wenn ihre Neugierde nun positive Effekte habe, sei das doch in Ordnung.

Gastgeber Rainer Lammers begrüßte die künftig verstärkte Zusammenarbeit: „Es ist gut für die Bürger in Büren und ihr Sicherheitsgefühl, dass wir jetzt alle in einem Boot sitzen.“