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Kugelfang rauscht zu Boden Panne beim Adlerprobeschießen des Lotter Schützenvereins Dütestrand

Von Andreas Wenk | 17.06.2018, 18:16 Uhr

Beim Adlerprobeschießen des Lotter Schützenvereins Dütestrand hat es am Freitag eine Panne gegeben: Der Kugelfang rauschte zu Boden.

„Sicherheit geht vor.“ Aus diesem Grund waren selbst Fotos am Schießstand während des Adlerprobeschießens am Freitagabend nicht gestattet. Als „Dütestrand“-Vorstand Marco Janning tatsächlich anlegte, musste der Fotograf hinter die Absperrung. Pressewart Roland Glückhardt hatte eine ganze Reihe von Punkten parat, was am neuen Schießstand auf dem Gelände des Jugendtreffs „Sit in“ an der Westerkapelner Straße alles erneuert und verbessert wurde. Trotzdem: Vermutlich durch einen Bedienungsfehler rauschte der 400 Kilogramm schwere Kugelfang nach dem Adlerschießen zu Boden. An der Theke im Haus war davon nur ein dumpfes „Rums“ zu hören, selbst die meisten Festgäste hatten kaum etwas davon mitbekommen.

Verbindung zwischen Antriebsstrang und Motor gelöst

Einer ersten Fehleranalyse vor Ort zufolge hatte der Mann an der Winde offenbar die Verbindung zwischen Antriebsstrang und dem Motor während des Herunterlassens gelöst. Zu dem Zeitpunkt befand sich die Halterung mit der Querstrebe bereits unterhalb des Sicherheitsbolzens und der Kugelfang sank in seinen Schienen unkontrolliert zu Boden. Der Platz war jedoch weitläufig abgesperrt, obwohl niemand mit einer solchen Panne gerechnet hatte. Im Gegenteil: Sichtlich stolz präsentierten die Vereinsoberen ihren neuen Adler-Schießstand. Der Kugelfang ist zwar aus Weichholz, damit die Projektile eindringen und nicht abprallen, aber eine acht Millimeter dicke Stahlplatte auf der Rückwand und ein massiver Rand verleihen dem Kasten ein ansehnliches Gewicht. Die Lafette mit Gewehr und der Kugelfang sind präzise aufeinander abgestimmt, sodass kein Schuss außerhalb einschlagen kann. Auch das Seil wurde ausgetauscht. Es ist jetzt aus Edelstahl und für eine Tonne Tragkraft ausgelegt. Einige der zahlreichen Auflagen kommen von der Kreispolizeibehörde in Steinfurt. Die, so weiß Glückhardt, komme auch schon mal unvermittelt am Abend vorbei und schaut nach dem Rechten. Für die Seilkonstruktion musste sogar eine Art TÜV-Gutachten einer Kran-Fachfirma eingeholt werden.

Vor der Panne hatte sich Michelle Bucken die Würde als Zaunkönig gesichert, als er mit dem 22. Schuss auf den Rumpf den Adler von der Stange holte. Insgesamt zehn Schützen waren zum Finale angetreten und insgesamt fielen 174 Schüsse auf den Adler. Den hatten zuvor Kinder des evangelischen Kindergartens in Wersen kunterbunt angemalt.

Schützenfest am 1. Juli

Das Schützenfest findet am 1. Juli statt. Höhepunkt ist das Königsschießen ab 17 Uhr. Der amtierende Schützenkönig wird zuvor um 13 Uhr von zuhause abgeholt, ab 14.30 beginnt dann die große Kaffeetafel. Am Samstag ist bereits ein Kinderschützenfest und im großen Zelt beginnt um 20 Uhr dann der Königsball. Den Auftakt am Freitag bilden amüsant-sportliche Spiele. Dabei sind ein Bierpokal und ein kleines Fass zu gewinnen. Danach gibt es Musik vom Discjockey.