Ein Artikel der Redaktion

Kinonachmittage im Seniorenheim Ehrenamt in Lotte: Ute Roloff und Edeltraud Klein

Von Babette Rüscher | 07.05.2014, 13:29 Uhr

Freitag ist Kinonachmittag im Seniorenzentrum „Zwei Eichen“ in Und wo dort? Ganz einfach: Man folge den Damen und Herren, die mit Rollator, Rollstuhl oder in Begleitung von Pflegern unterwegs sind – alle in Richtung großer Saal im Erdgeschoss. Dort haben Edeltraud Klein und Ute Roloff bereits alles aufgebaut und vorbereitet.

Eine Melodie dringt aus dem Kinosaal. Mmh, die kennt man doch. Ach, natürlich, das Traumschiff! Mit Sascha Hehn, noch als Stewart, an Bord startet es an diesem Freitag nach Hawaii. Leinen los.

Ein paar Nachzügler kommen noch zum Lichtspielsaal. „Oh je, schon voll?“, fragt eine Seniorin besorgt. „Ich will doch auch noch nach Hawaii“, meint sie lächelnd. Ute Roloff nimmt sie im Empfang und begleitet sie zu einem freien Platz. Auch Edeltraud Klein schlendert noch plaudernd mit einer Bewohnerin am Arm heran. „Seit wir den neuen Beamer haben“, erzählt Ute Roloff, „kommen etwa 20 Bewohner zu unseren Nachmittagen.“

Vor etwa sechs Jahren be-gann das Duo mit dieser Veranstaltungsreihe. Inzwischen haben sie einen großen Fundus an Filmen. Alles alte, bekannte Filme, denn die Besucher schlafen zwischendurch auch mal kurz ein. „Dann verpassen sie nichts“, erklärt Edeltraud Klein.

Der Freitagnachmittag beginnt für die beiden Frauen Viertel vor drei. Sie richten den Raum her, bauen den Beamer auf und gehen durch das Haus in die Wohnküchen, um die Senioren einzuladen.

Die gemeinsamen Wege mit den Bewohnern zum Kinosaal und zurück liebt Edeltraud Klein sehr. „Wir unterhalten uns und lachen gemeinsam.“ Das ist für die Halenerin das Schönste am Nachmittag. Wenn das Kinoteam erzählt, hört man: Die Beiden fühlen sich mit dem Seniorenzentrum „Zwei Eichen“ und seinen Bewohnern fest verbunden. Inzwischen helfen sie auch ehrenamtlich bei Sommerfesten oder beim Karneval mit. Und sie können im Gegenzug an Kursen des Hauses teilnehmen, zum Beispiel über den Umgang mit demenzkranken Menschen.

Ute Roloff empfindet ihre Aufgabe nicht nur als Ge-ben: „Wir bekommen so viel wieder. Die alten Menschen strahlen uns an. Das ist eine Freude.“

Und deshalb heißt es auch weiterhin freitags: Vorhang auf und Film ab.