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Jahresversammlung soll zeitnah fortgesetzt werden Keine Vorstandskandidaten im Wersener Kita-Förderverein

Von Erna Berg | 23.09.2011, 15:10 Uhr

Die Beteiligung an der Jahresversammlung des Fördervereins des evangelischen Kindergartens in Wersen war dürftig. Außer den Leiterinnen der Tagesstätte, Ellen Grothaus und Barbara Hilgemann, erschienen fünf Mütter, vier davon als Vorstandsmitglieder. Für denselben Abend waren Elternversammlungen in der Grundschule anberaumt. Da konnten sich die Mütter nicht zweiteilen oder die Kinder alleine lassen. Den Verein aber bringt das in Nöte.

Vorsitzende Anja Echelmeyer eröffnete die kleine Versammlung im evangelischen Gemeindehaus: „Ich habe mich bei der Vorbereitung dieses Abends richtig erschrocken, als ich sah, wie viele Aktionen wir im vergangenen Geschäftsjahr durchgeführt haben – aber es hat richtig Spaß gemacht.“

Sie ließ die Veranstaltungen noch einmal in Wort und Bildern auf der Leinwand Revue passieren: Ferienspaß mit Tanzen, Basteln und Backen, Spiel ohne Grenzen, schweißtreibendes Herbstfest, Herbstflohmarkt mit rekordverdächtiger Helferzahl, Tag der offenen Tür mit vorübergehendem Strom- und Puderzuckerausfall, Laternenumzug beim Weihnachtsmarkt, spontane und sehr gut angenommene Karnevalskostümbörse, Platanenpflanzaktion, Frühjahrsflohmarkt, Partnerschaftsfest, Sommerfest mit Mitmachzirkus. „Im August haben wir uns fast überschlagen, ich hatte zwei Tage Muskelkater vom Waffelbacken“, lachte Petra Hövelbernd und fasste sich an den Oberarm. Viel Zeit hatte sie auch damit verbracht, bei Geschäftsleuten Preise für die Tombola am Sommerfest zu erbitten.

Keine Unstimmigkeiten hätten die nicht anwesenden Kassenprüfer attestiert, verkündete Kassenwartin Kristin Huntmann. Rund 40 Mitglieder zähle der Verein aktuell. Um neue, vor allem auch männliche, hinzuzugewinnen, stellte die Vorsitzende den Antrag, neben dem Einzelbeitrag von jährlich 12 Euro einen freundlichen Familienbeitrag von 18 Euro anzubieten. Der Vorschlag wurde angenommen.

Bei den Wahlen geriet die Versammlung in eine Sackgasse. Anja Echelmeyer bot ihren Vorsitz an. Aus beruflichen Gründen bat sie um eine Auszeit. Schriftführerin Claudia Schröder folgte mit identischem Argument. Neuwahlen konnten aber nicht stattfinden, weil sich in der kleinen Runde keine Kandidatinnen für den Vorsitz fanden. Ohne Vorsitzende kein Vorstand. Eine neue außerordentliche Mitgliederversammlung soll in etwa vier Wochen einberufen werden. Der genaue Termin wird noch bekannt gegeben.

Ellen Grothaus und Barbara Hilgemann bedankten sich beim Förderverein, „ohne den vieles nicht möglich gewesen wäre. Vielleicht sollten wir mal ein Jahr lang weniger Aktionen anbieten und auf Sparflamme arbeiten.“ Möglicherweise müsse der Förderverein seine Aufgaben auch ganz neu definieren, gab die noch amtierende Vorsitzende zu bedenken. Stephanie Gabard hofft, dass der Verein eine Zukunft hat, aber gestand ein, dass zunächst wirklich Mut dazu gehöre, für den Vorstand zu kandidieren. Doch nach Überwindung dieser Hemmschwelle gebe es eine so gute Zusammenarbeit, die einfach Spaß mache. Und Anja Echelmeyer fügte den aufbauenden Satz hinzu: „Man wächst mit seinen Aufgaben.“