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Hitzeschlacht an der Achmerstr. Schweißtreibendes Wochenende am Radweg in Lotte

Von Ursula Holtgrewe | 23.07.2014, 16:55 Uhr

Es waren fraglos die schweißtreibendsten Einsatztage für den Verein Bürgerradweg Halen-Wersen-Büren. Freitag und Samstag vergangener Woche räumten sie vor dem RWE-Umspannwerk an der Achmerstraße rund 30 Kubikmeter Pflastersteine weg. Trotz der zahlreichen Ehrenamtseinsätze für das Projekt braucht der gemeinnützige Verein dringend finanzielle Unterstützung.

Freitag um 15 Uhr ging es los – bei 30 Grad im Schatten. Zur Ausrüstung mit Spitzhacken, Handschuhen, Warnwesten und festem Schuhwerk gehörte – unverzichtbar bei dem erbarmungslosen Sonnenschein – ein großer Wasservorrat. Schon beim Herumstehen lief der Schweiß über die Gesichter von stellvertretendem Vorsitzenden Harmut Meyer, seinem Junior Philipp, Kassierer Lutz Noack, Frank Westermann, Andreas Boldt und Heinz-Jürgen Klose. Gleichwohl zeigte der Blick auf die Pflasterfläche, dass viel zu tun war.

Mit Spitzhacken lösten sie die Steine. Kam Günter Thies mit dem Radlader angefahren, flogen die Steine in die Schaufel. Gekonnt beförderte Thies das ausgediente Pflaster in die Muldencontainer, die einige Hundert Meter entfernt auf einem Feld standen. „Wir haben errechnet, dass vier Mulden je 7,5 Kubikmeter Fassungsvermögen, also 30 Kubikmeter, ausreichen müssten“, erklärte Meyer.

Immer wieder legten die Arbeiter im Schatten des Gebäudes eine Trinkpause ein, um den Wasserverlust auszugleichen. Für ein schnelles Foto rangen sich alle noch einmal ein Lächeln ab.

Es blieb für den Verein viel zu tun, wie der Blick auf die Pflasterfläche jedem klar machte. Nun nahte Verstärkung. Auch Brigitte und Hubert Kemna schlossen sich der unverdrossen pickhackenden und werfenden Gruppe an.

„Wir müssen an diesem Wochenende fertig werden. Am Montag lässt die RWE die Fläche auf das höhere Niveau des frisch asphaltierten Radwegs anpassen“, berichtete Hartmut Meyer. Weiterhin sagte er, dass der Verein kurzfristig zirka 900 Meter Bankette entlang der neuen Trasse für Radler und die Böschung in Richtung Sonnenkamp befestigen werde.

„Wir haben das Angebot erhalten, einen Kettenbagger mit Gummireifen leihen zu können. Die Kosten für die Baggerstunden muss dann der Verein tragen. Unsere Kasse ist leer. Wir brauchen dringend Spenden, damit wir weiterarbeiten können“, fand Meyer deutliche Worte, dass die Durchführung des ehrgeizigen Projekts nach aktuellem Stand der Finanzen zumindest verzögert werden könnte.

Das hielt die Aktiven nicht davon ab, flott das Pflaster aufzunehmen. Am Freitagabend konnten sie sich gegenseitig auf die nassen Schultern klopfen. Samstagmorgen setzten sie den Arbeitseinsatz fort, wieder ausgestattet mit Spitzhacken, Handschuhen, Warnwesten, festem Schuhwerk und einen ordentlichen Wasservorrat.

Gar so schlimm wird die Hitzeschlacht an der Achmerstraße am kommenden Samstag, 26. Juli, hoffentlich nicht werden. Denn dann wollen die Mitglieder der Radwegeinitiative ab 9 Uhr die Bankette am Umspannwerk verfüllen. Weitere Helfer mit Schaufel sind natürlich gern gesehen.