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Die Polizei informiert Vorm Schulstart: Den Weg zur Schule in Lotte üben

Von Angelika Hitzke | 12.08.2014, 16:09 Uhr

Nächste Woche ist es wieder so weit: Die Ferien sind vorbei, die Erstklässler werden eingeschult. Was sollten Eltern beachten, damit der erste Schritt in den Ernst des Lebens nicht zur Gefahr für Leib und Leben ihres, und was tut die Polizei, um die Wege zu den Grundschulen zu sichern?

„Wichtig ist, den Schulweg mit den Kindern abzugehen“, sagt Ortspolizist Hans Wittpoth. Und zwar schon vor dem ersten Schultag, denn dann können Eltern mit ihrem Sprössling ganz entspannt den <a href="http://www.familie.de › Schule › Einschulung & Grundschule">ungefährlichsten Fußweg erproben und das richtige Überqueren von Straßen einüben. Auf den Gehwegen an der Regenbogenschule in Büren weisen schon seit einigen Jahren aufs Pflaster gemalte gelbe Füße den Weg. „In Wersen haben wir dieses Jahr erstmalig weiße Füße aufgebracht“, berichtet der Ordnungshüter. Sie zeigen noch deutlicher als in Büren den sichersten Weg aus dem Alten Mühlenweg über die Straße „Am Herrengarten“ zum Eingang der Grundschule Wersen an. In Alt-Lotte sorge eine Fußgängerampel in Höhe Hainweg dafür, dass die Kinder die Osnabrücker Straße gefahrlos überqueren können.

Insgesamt sei die Schulwegsituation in der Gemeinde Lotte „eigentlich recht entspannt“. Viele Kinder würden morgens mit dem Auto zur Schule gebracht. Geschwindigkeitsbegrenzungen – auf der Westerkappelner Straße in Wersen etwa gilt Tempo 30 vom Herrengarten bis zu den Krüger-Schulen – tragen dazu bei, jedenfalls, solange sie eingehalten werden. Sind denn Blitzaktionen geplant, um gerade jetzt zum Schulanfang die Autofahrer zur Einhaltung der Limits anzuhalten? „Es gibt ja die Aktion <a href="http://www.grundschule-lotte.de/node/133">,Der Kreis Steinfurt sieht gelb‘ “, berichtet Hans Wittpoth. Unter diesem Motto weisen Kreis. Kreispolizei, Schulamt und Kreisverkehrswacht mit örtlichen Partnern auf gelben Transparenten, gelben Schirmmützen und Flyern zum Thema Schulweg auf den Schulbeginn hin.

Im September würden voraussichtlich auch wieder Geschwindigkeitsmessungen vor diversen Grundschulen im Kreis durchgeführt, „aber das liegt nicht in unserer Kompetenz“, betont der Ortspolizist. Wann und wo genau gemessen wird und ob kassiert wird oder es zunächst bei freundlichen Ermahnungen bleibt, werde nicht vorher bekannt gegeben. Gute Erfahrungen, so Wittpoth, habe man in vergangenen Jahren auch damit gemacht, ertappten Temposündern ihr Fehlverhalten freundlich, aber bestimmt vor Augen zu führen, indem ihnen Schulkinder eine (gelbe) Blume überreichen.

Grundsätzlich sollten Grundschulkinder, die nicht mit dem Auto gebracht werden oder mit dem Schulbus fahren, zu Fuß zur Schule gehen. Am besten sei es, wenn Eltern sich zusammentun und abwechselnd die i-Männchen zu Schule begleiten – bis die Kinder den Weg sicher beherrschen.

„Was wir gar nicht gerne sehen ist, dass Erstklässler auf Kleinfahrrädern zur Schule fahren“, sagt der Polizeibeamte, „auch dann nicht, wenn sie in Begleitung der Eltern sind.“ Kleinere Schulkinder könnten noch nicht sicher genug die Balance halten, um sich im öffentlichen Verkehrsraum zu bewegen. „Fahrradtraining und entsprechende Prüfung sind deshalb auch erst im vierten Schuljahr“, erklärt Wittpoth.