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Benefiz-Kick für Straßenkinder Messdienerturnier in Alt-Lotte nach Pause wieder am Start

Von Ursula Holtgrewe | 14.02.2017, 13:17 Uhr

Zum 31. Mal schnüren sich Mannschaften die Hallenfußballschuhe, um bei den Messdienern der Alt-Lotter St. Hedwig-Gemeinde zum Benefiz-Kick anzutreten. Zehn Teams geben am Samstag, 18. Februar, in der Sporthalle an der Jahnstraße alles, um ab 13.30 Uhr ein soziales Projekt der Paolo-Fey-Stiftung in Brasilien zu unterstützen.

Die Stiftung, die ihre Eltern ins Leben riefen und die Projekte für brasilianische Straßenkinder unterstützt , betreut Barbara Rohatsch von Alt-Lotte aus. Bereits seit einigen Jahren unterstützen die Messdiener die Stiftung. Auch für Tabea und Raphael Rohatsch ist es Ehrensache, sich bei den Vorbereitungen für die Stiftung der Großeltern einzubringen.

Leben auf der Müllkippe in Rio

Diesmal engagieren sich die jungen Leute für ein Projekt in Rio, zu dem Barbara Rohatsch folgendes berichtete: „Ich habe gestern einen Notruf von einer Freundin aus Brasilien bekommen, die unbedingt 900 Euro benötigt um die Jahresmiete für das Haus zu bezahlen, für das ich letztes Jahr spontan auch etwas Geld von den Messdienern dagelassen habe. Dieses Haus steht auf der Müllkippe von Rio, wo die Menschen ihren Lebensunterhalt damit verdienen, den Müll zu sortieren und Wertstoffe zu verkaufen.“

Betreuung für Familien mit mindestens zehn Kindern

In dem Haus werden tagsüber die Kinder der Familien betreut, die mehr als zehn Kinder haben. Sie bekommen dort was zu essen, sofern etwas da ist, und dürfen dort spielen und Kind sein. Sie sei sicher, dass das Projekt dort bestimmt weiterhin Hilfe brauche, betonte Barbara Rohatsch.

Beim Messdienerturnier können sich die Besucher anhand einer Stellwand informieren und bei Barbara Rohatsch Details zu Projekten erfragen.

Die Messdiener sind wieder da

„Wir sind wieder da“, freut sich Eva-Maria Lampert auf das Turnier. Im Vorjahr musste es ausfallen, weil die Turnhalle als Flüchtlingsunterkunft diente . Ein Teil der Vorbereitungsgruppe hat sich im Keller bei Theresa und Maximilian Thamm getroffen. „Wir haben 400 Preise“, berichtet Theresa Thamm zufrieden, vor allem über die Bose-Sound-Box als Hauptpreis. „Die Tombola ist immer ein voller Erfolg“, gibt sich Niklas Hüggelmeyer ebenso zuversichtlich, wie Raphael Rohatsch: „Wir erwarten ein volles Haus.“

Tombola, Catering und Einlagen beim Turnier

Zum Unterstützerkreis von zirka 20 Personen gehören auch Eltern. Immerhin sind Familien vertreten, in denen die Eltern schon Ausrichter des Messdienerturniers waren und nun die zweite Generation Verantwortung dafür trägt.

Zudem rechnen die Organisatoren damit, dass es auch in diesem Jahr pastoralen Beistand von Pater Georg Shaji und Norbert Tillmann gibt. Als besondere Highlights sind die Pauseneinlagen mit dem Kick Kinder gegen Eltern der evangelischen Noah-Kita und zwei Auftritte der Ibbenbürener Tanzschule Reinebold angekündigt.

Gestartet wird die Vorrunde mit zwei Gruppen. Dort treten an: Stühlmeyer, Rückwärts 96, FubaMiFlü, HSG Hohne/Lengerich, Redgis, AS Tralkörper, KLJB Laggenbeck sowie Messdiener aus Rulle und ein Team der Gastgeber.

Drei Teams erstmals dabei

Je zehn Minuten dauert eine Partie. Platz drei wird mit einem Penaltyschießen ermittelt. Gegen 18.30 Uhr soll das Finale angepfiffen werden. Schiedsrichter stellen die teilnehmenden Mannschaften. Das DRK Alt-Lotte versorgt eventuelle Blessuren.

„Neu dabei sind eine Flüchtlingsmannschaft, AS Tralkörper aus Osnabrück und die HSG Hohne/Lengerich“, berichtet Niklas Hüggelmeyer und freut sich, dass sowohl die Mannschaften als auch Geschäftsleute aus Lotte und Umgebung trotz – oder wegen der Pause in 2016 – wieder dabei sind und die Aktion unterstützen. Auch der langjährige Sponsor, die König-Pilsener-Brauerei, ist ihnen treu geblieben.

Für die Verpflegung der Mannschaften und Gäste werde gesorgt, versprechen die Organisatoren. Davon sollten sich viele Besucher selbst überzeugen und auch versuchen, den Tombola-Hauptpreis zu ergattern.