Ja zum Feuerwehrhaus Wersen Bauausschuss für schnelle Sanierung und Erweiterung

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Lotte. Der Löschzug Wersen der freiwilligen Feuerwehr Lotte soll nach dem Brandschaden im Feuerwehrgerätehaus an der Bergstraße vom Juni dieses Jahres schnell wie möglich wieder eine funktionsfähige Feuerwache bekommen, die den heutigen Anforderungen entspricht. Darin waren sich die Mitglieder des Bau- und Planungsausschusses einig.

Mehrheitlich beschlossen wurden der zuvor präsentierte Vorentwurf auf der Grundlage des ebenfalls vorgestellten Raumprogramms für Neuaufbau und Erweiterung des Wersener Feuerwehrhauses und die Bereitstellung von 1,53 Millionen Euro dafür im Haushalt 2018. Nur die Grünen enthielten sich der Stimme.

Zuvor hatte Annette Meiknecht vom Architekturbüro Flatau Raumprogramm und Vorentwurf samt Kostenschätzung – 1,53 Millionen Euro statt der derzeit noch im Haushaltplan vorgesehenen 600 000 Euro – vorgestellt. Bauamtleiterin Astrid Hickmann verwies darauf, dass alles in Zusammenarbeit mit Feuerwehr und Sachverständigen erarbeitet worden und auch geklärt sei, dass ein Wiederaufbau am alten Standort nicht im Widerspruch zum erst 2018 fertigen Brandschutzbedarfsplan stehen würde.

Altes Feuerwehrhaus nur noch Rohbau

Wie Meiknecht mit Fotos dokumentierte, wurde d as vorhandene Gebäude durch den Brand so stark beschädigt, dass „im Endeffekt nur ein veredelter Rohbau bleibt“. Derzeit ist der Wersener Löschzug provisorisch in einer Halle an der Benzstraße in Büren untergebracht, weil das Gerätehaus nicht nutzbar ist. Die vermietete Wohnung im Obergeschoss ist nicht beschädigt. Da die Räume im Bestand ohnehin nicht mehr den heute geforderten DIN-Normen entsprechen, soll das Gebäude nicht nur saniert, sondern auch erweitert werden.

Defizite im Bestand

Größtes Manko des bestehenden Gebäudes ist nach Meiknechts Worten, dass sich Alarmausfahrt und Eingang kreuzen, dass keine Trennung von „Schwarzbereich, wo mit kontaminiertem Material und Feuerwehrkleidung gearbeitet wird, und Weißbereich, wo nur gereinigte Leute herumlaufen“, möglich ist. Zudem gibt es keine Geschlechtertrennung im Sanitärbereich, zu wenig Büros und einen zu kleinen Schulungsraum.

Trennung von Zugang und Alarmausfahrt

Der Vorentwurf sieht deshalb auf einer Fläche von insgesamt 846,27 Quadratmetern eine klare Trennung von Einsatzzugang und Alarmausfahrten und hinter der Fahrzeughalle einen Dekontaminationsgang vor. Daran grenzen nach Geschlechtern getrennte Umkleiden und Sanitärräume, Atemschutzgeräteraum, Werkstatt, Lager und Werkhalle an.

Saubere Bereiche klar abgrenzt

Räumlich klar abgetrennt davon ist der Weißbereich mit Trockenraum, Kleiderkammer, Jugendfeuerwehrraum, Flur, zwei Büros, Besprechungsraum und teilbarem Schulungsraum mit angrenzender Küche. Der Notstromaggregateraum ist auch von außen zugänglich.

Komplettlösung sinnvoll

Wolle man die Kosten reduzieren und auf zwei Haushalte verteilen, könne man die Werkhalle, in der auch eine Drehleiter untergebracht werden könne, auch erst in einem zweiten Bauabschnitt hinterherziehen. Die Kosten würden sich dann zunächst auf 1,35 Millionen Euro verringern; insgesamt würde das Projekt aber teuerer werden. „Die sinnvolle Lösung ist ganz klar: komplett fertig machen“, so Meiknecht. Komplettabriss und Neubau würden rund 2,6 Millionen Euro kosten.

Zentrallager für Lotter Feuerwehr

Wehrleiter Marcus Prinz erläuterte, dass die Werkhalle als Multifunktionshalle auch der bisher im Freien stattfindenden Reinigung und Bestückung der Fahrzeuge dienen solle und das Lager so groß sein müsse, weil es wegen des Platzmangels in Alt-Lotte Zentrallager für die gesamte Lotter Wehr wird.

Grüne vermissen Grunderwerbskosten

Bis auf die Grünen begrüßten alle Fraktionen die Planung ausdrücklich als Konzept „aus einem Guss“. Thomas Schmitt und Stefan Franke von den Grünen störten sich daran, dass die Kosten für den zur Erweiterung nötigen Grunderwerb und die Fachplanung für die technische Gebäudeausrüstung noch nicht enthalten sind und enthielten sich daher der Stimme.


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